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In Nokia brechen neue Zeiten an

Die finnische Stadt Nokia setzt künftig nicht mehr auf Festnetztelefone, sondern nur noch auf die Handys des gleichnamigen Handybauers.

08.04.2006, 08:18 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

In der finnischen Stadt Nokia gibt es in den Amtsstuben bald keine Festnetztelefone mehr: Sämtliche Apparate der Behörden sollen bis zum Sommer abgeschafft und durch Mobiltelefone ersetzt werden, wie die finnische Nachrichtenagentur STT am Donnerstag meldete.
"Die Idee dahinter ist, dass die Bürger die städtischen Angestellten direkt auf ihren Handys erreichen können", sagte Projektleiter Martin Andersson der Agentur. Eine Ausschreibung für die Mobiltelefone habe es nicht gegeben "Wir haben hier in Nokia ein Prinzip: Wir laufen in Nokia-Stiefeln, wir wischen uns mit Nokia-Papier ab, und wir sprechen an Nokia-Telefonen!"
Ein Blick in die Geschichte
Die 30.000-Einwohner-Stadt im Westen des Landes ist seit mehr als 150 Jahren untrennbar mit dem gleichnamigen Unternehmen verbunden: Die Firma wurde 1865 als kleine Forst- und Papierfabrik gegründet und ging gut hundert Jahre später mit einem Gummistiefel- und Reifenhersteller zusammen, bevor sie sich in den 80er Jahren dem Elektronikbereich zuwandte. Heute ist das Unternehmen der größte Handyhersteller der Welt.

(Hayo Lücke)

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