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In Asien boomen die Raubkopien

Eine neue Studie belegt: Jede zweite Computersoftware aus der Asien-Pazifik-Region ist eine Raubkopie.

08.12.2005, 16:21 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Jede zweite Computersoftware aus der Asien-Pazifik-Region ist eine Raubkopie. Das ist das Ergebnis einer Studie des Softwarehersteller-Verbandes BSA, die heute in Singapur vorgestellt wurde.
Während in Asien der Anteil der illegal heruntergeladenen Software im vergangenen Jahr unverändert bei 53 Prozent lag, sank der Anteil weltweit leicht von 36 auf 35 Prozent. In Ländern wie China und Vietnam sind sogar rund 90 Prozent aller Softwareprodukte gefälscht. In Neuseeland und Japan sind es mit 23 und 28 Prozent dagegen deutlich weniger.
Wachstumsbremse
Der Region entsteht laut der Studie durch die Raubkopien ein wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe. Die BSA geht davon aus, dass eine Senkung der Fälscherquote um zehn Prozentpunkte der Wirtschaft der Pazifikregion bis 2009 zusätzliche 135 Milliarden Dollar (rund 115 Milliarden Euro) einbringen könnte. Die Branche könne dadurch dreimal so schnell wachsen wie in den vergangenen vier Jahren.
Auch die Anrainerstaaten könnten mit einer Erhöhung der Steuereinnahmen um 14 Milliarden Dollar rechnen. Heute ist die Computerindustrie der Region demnach rund 195 Milliarden Dollar wert und bringt den Staaten Steuereinnahmen von mindestens 120 Milliarden Dollar.

(Hayo Lücke)

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