News

Im Wandel: Effizienz statt Leistung

Bei den heutigen Prozessoren kommt es nicht mehr nur auf die Leistung an, sondern auf das Verhältnis zwischen Leistung und Energieverbrauch.

03.04.2007, 10:02 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

"Die Anforderungen an moderne Prozessoren haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert", sagte Christoph Dobroschke während eines Workshops zum Thema "Maximum profits, minimum power consumption" auf dem WebhostingDay 2007. Nach Aussagen des Produktmanagers für Server und Workstation bei AMD sollen die "Total Costs of Ownership" (TCO) und die Kosteneffizienz über einen längeren Zeitraum immer mehr in den Vordergrund rücken.
Lange Lebensdauer
"Die Anschaffung eines Prozessors macht mittlerweile nur noch 25 Prozent der Gesamtkosten aus", so Dobroschke. Viel wichtiger sind die Kosten für das Management und den Betrieb. Die Betreiber der Rechenzentren legen mittlerweile sehr viel Wert auf Langlebigkeit der Systeme. Sie wollen keine kompletten Server austauschen, wenn die nächste Prozessor-Generation auf den Markt kommt. AMD hat schon vor einiger Zeit den Wunsch der Kunden registriert und entsprechend reagiert.
Der Chiphersteller bietet eine stabile Roadmap, was am Beispiel der Quadcore-Prozessoren für den Serverbereich gut zu erkennen ist. Server mit Sockel-F-Mainboards können mit einem Firmware-Update (BIOS) jederzeit für den Betrieb mit den Quadcore-Prozessoren umgerüstet werden. Im Prinzip soll der Kunde den Server herausziehen, die CPUs austauschen und nach einem Update des BIOS wieder in den Serverschrank stecken können.


Energieeffizienz statt Gigahertz
In der Vergangenheit übertrafen sich die Hersteller mit immer schnelleren Prozessoren. Intel hatte eine Zeit lang versucht einen 4-Gigahertz-Prozessor auf den Markt zu bringen, musste aber aufgrund eines viel zu hohen Thermal Design Power aufgeben. Stattdessen wurden die neuen Core 2 Duo- und Core 2 Quad-Prozessoren eingeführt, die auf der Core-Architektur basierten und deutlich weniger Strom verbrauchten. AMD hatte aber mit der Hammer-Architektur schon seit längerem die Möglichkeit gehabt sparsame CPUs zu entwickeln.
Für Rechenzentren spielt die Leistung pro Watt und die Kosten pro Watt eine entscheidende Rolle. Durch die Integration des Speicherkontrollers in den Prozessor konnte beispielsweise der Energieverbrauch um bis zu 20 Watt gesenkt werden. Darüber hinaus konnte durch HyperTransport die Bandbreite zwischen den einzelnen Komponenten erhöht werden. An einem Rechenbeispiel demonstrierte Dobroschke, wie hoch die Ersparnisse sein können. Bei 100 Servern und einer Lebensdauer von drei Jahren können die Betreiber durch den Austausch der Intel Xeon gegen AMD Opteron Prozessoren bis zu 25.000 Dollar einsparen.
Auch im privaten Bereich lässt sich mit energieeffizienten Prozessoren viel Geld sparen. Während die älteren Generationen einen TDP von über 100 Watt hatten, liegen die neuen Prozessen bei weniger als 65 Watt. Wer seinen Rechner als Server nutzt, spart bis zu 77 Euro pro Jahr (24 Stunden-Betrieb und 0,25 Cent pro Kilowattstunde).

(Nam Kha Pham)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang