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Illegale Steuervergünstigungen für Apple? - EU-Kommission will Details veröffentlichen

Am Dienstag will die EU-Kommission Details zum Verdacht veröffentlichen, dass sowohl Apple als auch Fiat von illegalen Steuervergünstigungen in Irland profitiert haben. Apple wies den bereits wiederholt geäußerten Vorwurf zurück.

29.09.2014, 14:46 Uhr (Quelle: DPA)
Apple© Apple

Die EU-Kommission geht laut Medienberichten davon aus, dass Fiat und Apple in Irland illegale Steuervergünstigungen erhalten haben. Die Behörde wolle Details am Dienstag veröffentlichen, sagte ein Sprecher am Montag. Apple wies den Vorwurf abermals zurück. In dem Fall könnte es um viele Milliarden gehen.

Irland wegen niedriger Unternehmenssteuern in der Kritik

"Es gab nie irgendeinen Sonder-Deal, es gab nie etwas, was als staatliche Beihilfe ausgelegt werden könnte", sagte der neue Finanzchef Luca Maestri der "Financial Times". Der Zeitung zufolge geht es um Vereinbarungen, die bis 1991 zurückreichten. Nach Informationen des "Wall Street Journal" betrachtet die Kommission auch eine Vereinbarung von 2007 als illegale Staatshilfe, die von Irland gewährt wurde.

Die EU hatte bereits im Juni ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, bei dem es um die Steuerpraxis von Apple und der Kaffeehaus-Kette Starbucks geht. Irland ist wegen der vergleichsweise niedrigen Unternehmenssteuern, die ausländische Konzerne anlocken, immer wieder in die Kritik geraten. Der Steuersatz liegt in Irland bei 12,5 Prozent und in den USA bei 35 Prozent.

Apple wickelt große Teile seines internationalen Geschäfts über Irland ab

Apple ist schon seit 1980 mit Tochterfirmen in Irland vertreten. Über die heutigen Ableger werden große Teile des internationalen Geschäfts abgewickelt. Außerdem tragen die Firmen Apple Sales International und Apple Operations Europe Entwicklungskosten des Konzerns mit, erklärt Apple. Daher lande bei ihnen auch ein entsprechender Teil des operativen Gewinns, im vergangenen Jahr waren es rund 60 Prozent.

(Jörg Schamberg)

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