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IFA: musicload hat Visionen

Der neue Standard OMA DRM V2.0 soll die DRM-Standards von Internet und Mobilfunk miteinander verbinden. Auch ein Bonussystem ist vorgesehen.

04.09.2006, 12:36 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Noch ist der Musikmarkt im Internet sehr jung und trotzdem wird ihm eine rosige Zukunft prognostiziert. Künftig soll es noch einfacher werden, Musik online zu kaufen und auf verschiedenen Endgeräten abzuspielen. T-Mobile und musicload haben auf der IFA in Berlin ihre Vision vorgestellt, wie in Zukunft ein Standard den unkomplizierten Austausch von Musikdateien zwischen PC und Handy sichern soll: "Open Mobile Alliance Digital Rights Management 2.0" oder kurz "OMA DRM V2.0" soll für mehr Bewegung am Markt sorgen.
Nutzung auf verschiedenen Geräten
Grundlage des neuen Standards soll sein, dass Nutzer nur noch einen Preis zahlen müssen, um die gekaufte Musikdatei zum Beispiel sowohl auf das Handy als auch auf den PC zu laden. So sieht ein von musicload und T-Mobile durchdachtes Szenario vor, dass eine Musikdatei auf PC, Handy und MP3-Player genutzt werden kann. Der Kunde soll unter anderem die Möglichkeit bekommen, die gekauften Tracks in einem Profil im Internet zu speichern und jederzeit auf die im Profil hinterlegten Endgeräte zu laden. Auf diese Weise sei zum Beispiel auf denkbar, dass das Notebook eines Freundes angemeldet werden kann, auf dem die Tracks dann auch abgespielt werden können. Ferner sehe das digitale Rechtemanagement vor, dass der gekaufte Track auch auf CD gebrannt werden könne. Allerdings nicht beliebig oft, erklärte Joachim Franz von musicload. Die Qualität der Songs soll in Zukunft nach derzeitigem Stand von 128 Kbit auf 192 Kbit gesteigert werden.
Wer besonders aktiv ist, kann sogar etwas verdienen
Ferner sei es mit OMA DRM möglich, geschützte Titel als Empfehlung an Freunde zu senden. Diese können den Track zur Probe anhören und auf Wunsch nachträglich die Nutzungsrechte erwerben. Dann können sie den Song vollständig hören. Das angedachte Szenario sieht vor, dass dem musicload-Kunden, der die Empfehlung verschickt hat, Bonuspunkte gutgeschrieben werden. Die könnten dann zum Beispiel gegen Prämien oder Gratis-Songs eingetauscht werden.
Markteinführung noch nicht näher geplant
Noch ist OMA DRM V2.0 Zukunftsmusik. T-Mobile und musicload konnten bei einer Präsentation auf der IFA noch keine genauen Details nennen, wann der Standard auf den Markt kommen wird. Frühestens in sechs Monaten soll ein Feldtest mit etwa 1.000 Probanten starten, die den neuen Standard genauestens unter die Lupe nehmen sollen. Voraussichtlich werde es sich dabei um Studenten einer Hochschule handeln, sagte Franz weiter. Noch seien die Hürden zu hoch, um den neuen Standard einzuführen. Aktuell befinde sich OMA DRM V2.0 noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase.

(Hayo Lücke)

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