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IFA 2010: Jubliäumsmesse übertrifft die Erwartungen

Die 50. IFA, die am Mittwoch zu Ende geht, hat mehr Besucher und Aussteller nach Berlin gelockt als im Vorjahr. Im Fokus standen 3D, Hybrid-TV, mobile Endgeräte und HDTV.

08.09.2010, 17:27 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Eine Woche lang, vom 3. bis 8. September, war die Internationale Funkausstellung (IFA) wieder der Nabel der Welt für die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätebranche. Zur 50. IFA zog es in diesem Jahr 1.423 Aussteller nach Berlin, die ihre Stände auf einer um elf Prozent auf 134.400 Quadratmeter erweiterten Ausstellungsfläche aufgebaut hatten. Auch bei den Besucherzahlen erzielte die IFA Zuwächse. Mit insgesamt 235.000 Besuchern fanden fünf Prozent mehr Technik-Interessierte als im Vorjahr den Weg in die Messehallen rund um den Berliner Funkturm. Die Zahl der Fachbesucher stieg um acht Prozent auf 125.000 an.

Handel zufrieden: Order für 3,5 Milliarden Euro

"Die IFA hat sich im Jubiläumsjahr selbst übertroffen" zieht IFA-Direktor Jens Heithecker ein positives Fazit zum Abschluss der am Mittwoch zu Ende gehenden Messe. Es seien mit 1.877 internationalen Medienvertretern neun Prozent mehr Journalisten nach Berlin gekommen als im Vorjahr, auch onlinekosten.de war vor Ort. Die Zahl der internationalen Fachbesucher legte um 21 Prozent auf 29.000 zu. Der Handel zeigt sich ebenfalls hoch zufrieden, denn das auf der IFA getätigte Ordervolumen liegt mit 3,5 Milliarden Euro um neun Prozent über dem Vorjahresergebnis. Die IFA sei laut Angaben der veranstaltenden Messegesellschaft Messe Berlin auch in diesem Jahr wieder die weltweit größte und wichtigste Messe für Consumer Electronics und Elektro-Haushaltsgeräte gewesen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Messe bei der IFA-Gala am 2. September offiziell eröffnet. "50-mal IFA und das in 86 Jahren – und trotzdem wirkt die Messe jung und frisch", so Merkel. Auch Bundespräsident Christian Wulff hatte bei seinem Messerundgang die Wichtigkeit der Messe hervorgehoben: "Die IFA hat zentrale Bedeutung für Deutschland als Exportland". Die Zuwächse in allen Bereichen hätten die Erwartungen übertroffen, so auch Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu).

3D, HDTV und Hybrid-TV prägten die Messe

Im Mittelpunkt der Messe stand besonders dreidimensionales Fernsehen. An zahlreichen Ständen waren 3D-Lösungen zu sehen. 3D-Fernseher stehen in den Startlöchern - mit oder ohne entsprechende Spezialbrille. Ebenfalls im Fokus waren Hybrid-TVs, die Fernsehen und Internet verschmelzen, HDTV, die Heimvernetzung und die Mediennutzung auf mobilen Geräten.

Die IFA als Bühne für internationale Keynotes ihrer Unternehmen nutzen unter anderem IBM, Bosch Siemens, ESPN, Constantin Medien und am Dienstag auch Google-Chef Eric Schmidt, der Deutschland mit "coolen Diensten" gewinnen möchte. Eine Premiere auf der IFA erlebten in diesem Jahr die beiden neuen Ausstellungbereiche "IFA iZone" und "IFA eLibrary". Hier drehte sich an rund 50 Messeständen alles rund um Apps, E-Books und Softwarelösungen für Produkte wie iPhone und iPad sowie E-Book-Reader.

Die nächste IFA findet in rund einem Jahr, vom 2. bis 7. September 2011 auf dem Berliner Messegelände statt.

(Jörg Schamberg)

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