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IBM setzt auf virtuelle Welten

Der Computerkonzern IBM hat die Schaffung von virtuellen Welten für sich entdeckt. Eine Partnerschaft mit dem Online-Spieleunternehmen Hoplon soll den boomenden Markt weiter nach vorn bringen.

01.05.2007, 09:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die Welt der Bits und Bytes wird zunehmend für die Erschaffung von virtuellen Welten genutzt. Auch der wachsende Markt von Online-Plattformen für Spielefreunde findet darin seinen Platz. Das hat nun auch der Computerriese IBM erkannt und will mit einer technischen Neuentwicklung selbst in die Welt der Online-Spiele eintauchen.
Virtuelle Welten für Millionen
In den dreidimensionalen virtuellen Umgebungen im Stil von Second Life oder World of Warcraft sollen künftig Millionen Menschen gleichzeitig unterwegs sein. Zugleich werden den Nutzern immer detailreichere und realistischere Darstellungen präsentiert.
Dazu wurde jetzt eine Partnerschaft mit dem Online-Spieleunternehmen Hoplon angekündigt. An Hoplon sollen Großrechnerplattformen und Cell-Prozessoren, die auch in der Sony Playstation 3 zum Einsatz kommen, geliefert werden. Beide Komponenten kombiniert sollen in einer Hybrid-Umgebung für ein leistungsfähiges Netzwerk sorgen. Die Partner sehen ihre Kooperation als Innovation beim Aufbau der virtuellen Welten.
Großrechner sorgen für mehr Umsatz
Mit der Kombination der beiden Technologien solle den virtuellen Welten und dem 3D-Internet die benötigte stabile Plattform gegeben werden, sagt Herbert Kircher, Geschäftsführer des deutschen IBM Entwicklungszentrums. In Böblingen arbeitet IBM bereits an der Entwicklung der Großrechnertechnologien und dem Cell Prozessor. Außerdem sei dort ein Kompetenzzentrum mit dem Thema virtuelle Welten beschäftigt, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Grund für die Bemühungen wird wohl auch das Umsatzwachstum von zwölf Prozent sein, dass IBM im ersten Quartal dieses Jahres im Bereich Großrechner verzeichnete.

(Stefan Hagedorn)

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