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IBM: Satter Software-Gewinn, schlappe Server-Sparte

Es ist ein freundlicher Start für die neue IBM-Chefin Virginia Rometty: Den Investoren gefallen die jüngsten Quartalszahlen, auch wenn das Computer-Urgestein nicht mit großen Wachstumssprüngen aufwarten kann.

20.01.2012, 10:18 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Der Fokus auf Software und Dienstleistungen zahlt sich für den Technologie-Giganten IBM weiter aus. Im Schlussquartal 2011 waren die beiden Bereiche erneut die Wachstumstreiber. Insgesamt wuchsen die Konzernerlöse nach Rückgängen in anderen Sparten aber nur um 1,6 Prozent auf 29,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um 4,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar zu, wie IBM am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Gewinnerwartungen übertroffen

Die Aktie legte nachbörslich um 2,5 Prozent zu. Beim Umsatz wurden die Erwartungen der Marktexperten verfehlt, beim Ergebnis dafür übertroffen.

Besonders stark wuchs das renditestarke Software-Geschäft. Im vierten Quartal legten die Erlöse um 8,7 Prozent auf 7,65 Milliarden Dollar zu. Im größten Bereich Dienstleistungen schwächte sich das Wachstum auf 2,8 Prozent ab, der Umsatz erreichte 10,45 Milliarden Dollar. Diese beiden Sparten meldeten auch einen kräftigen Schub beim operativen Ergebnis. Bei Hardware wie Servern gab es hingegen einen merklichen Rückgang von 7,6 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Das Vorsteuerergebnis des Bereichs fiel sogar um ein Drittel.

"Unternehmen auf Kurs"

IBM hatte nach dem Verkauf seiner PC-Sparte konsequent auf Dienstleistungen gesetzt. Das half dem einstigen Computer-Pionier auch, gut durch die Wirtschaftskrisen der vergangenen Jahre zu kommen. Andere Unternehmen der PC-Branche verstärken sich inzwischen auch im Dienstleistungsgeschäft. Bei IBM hatte zum Jahreswechsel die Managerin Virgina Rometty das Ruder übernommen. Das Unternehmen sei auf Kurs, die selbst gestellten langfristigen Ziele zu erreichen, sagte die 54-jährige frühere Marketingchefin.

Im gesamten Geschäftsjahr legte der IBM-Gewinn um 7 Prozent auf 15,9 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz wuchs um ebenfalls 7 Prozent auf 106,9 Milliarden Dollar.

(Christian Wolf)

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