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IBM: Mit Hardware gegen Hacker

Eine bisher nur auf Großrechnern angewandte hardwarebezogene Verschlüsselungstechnik kündigt IBM jetzt für den Konsumbereich an. "Secure Blue" soll Endgeräte so sicher wie ein Rechenzentrum machen.

12.04.2006, 08:14 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

IBM hat eine neue Sicherheitsarchitektur für Mikroprozessoren angekündigt. "Secure Blue" verwendet eine Hardware-Lösung, die bisher nur auf großen Mainframes in Rechenzentren integriert war. Jetzt will IBM die neue hardwarebasierte Sicherheitstechnik auch für Endgeräte im Konsumbereich anbieten.
Großes Vorbild
Hardwareverschlüsselung von sensiblen Daten war bisher nur bei Großrechnern ein Thema. Eine derartige Sicherheitsmethode erforderte bislang nämlich viel Rechenleistung und hohe Investitionen. Die Entwickler von IBM haben es nun geschafft, eine ähnliche Technik für kleinere Digital-Geräte verfügbar zu machen. Mit "Secure Blue" soll jedes von einem Mikroprozessor gesteuerte Endgerät geschützt werden können. Die Sicherheitsarchitektur wird dabei in die Chips selbst integriert, so dass eine Softwarelösung zum Schutz überflüssig wird.
Auch ein "Trusted Platform Module" (separater Sicherheitschip), wie Intel es in seiner neuen "LaGrande"-Technik plant, würde durch Secure Blue überflüssig. Öffnete der Weg zwischen Prozessor und Sicherheitssoftware für Hacker bisher immernoch eine Hintertür, soll durch reine Hardwareverschlüsselung diese Tür geschlossen werden. Durch die Bereitstellung eines "On Chip" -Sicherheitslayers entfernt Secure Blue eine Barriere, die dem weitverbreiteten Einsatz krypto-basierter Sicherheit bisher entgegenstand.
Sicherheit inklusive
Die Technik könnte vor allem auch auf portablen Geräten mit kabelloser Kommunikationsschnittstelle Anwendung finden. Handys, Laptops und PDAs könnten so effektiver gegen Hackerangriffe von außen geschützt werden. Da Secure Blue aber eben kein Sicherheitsupgrade oder Ähnliches ist, wird es nur in Geräten verfügbar sein, dessen Hersteller die Technik in ihre Chips einbauen.

(Philip Meyer-Bothling)

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