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IBM investiert drei Milliarden Dollar in Erforschung neuer Chip-Technologien

In den kommenden fünf Jahren will der US-Technologiekonzern IBM umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro in zwei Forschungsprogramme für Computerchips der Zukunft stecken. Doch behält IBM überhaupt die eigenen Chip-Fabriken, deren Modernisierung viel Geld verschlingt?

11.07.2014, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Der US-Technologiekonzern IBM lässt sich die Suche nach Computerchips der Zukunft drei Milliarden Dollar kosten. Die umgerechnet 2,2 Milliarden Euro sollen in den kommenden fünf Jahren in zwei Forschungs- und Entwicklungsprogramme fließen, wie IBM am Donnerstag am Sitz in Armonk im US-Bundesstaat New York mitteilte.

Modernisierung der Chip-Fabriken ist teuer

In einem Programm sollen die Möglichkeiten der bisherigen Chip-Technologie ausgereizt werden, die auf dem Werkstoff Silizium beruht. In einem zweiten Programm sollen neue Ansätze zur Entwicklung und Herstellung von Chips gefunden werden, um die physikalischen Grenzen von Silizium zu überwinden.

IBM gehört zu den Pionieren der Computertechnik. Der Konzern hat sich aber angesichts magerer Gewinnmargen aus der Produktion von PCs und Standard-Servern zurückgezogen. Es gibt auch Spekulationen, IBM könne seine Chip-Fertigung abstoßen. Die laufend notwendige Modernisierung der Fabriken verschlingt viel Geld.

Kauft Globalfoundries IBM-Chipfabriken?

Einen ähnlichen Weg war der Prozessorenhersteller AMD gegangen, als er 2009 seine Werke in eine eigene Gesellschaft namens Globalfoundries auslagerte, darunter den Standort Dresden. AMD konzentriert sich auf Entwicklung und Vermarktung. Globalfoundries wird in US-Medien auch als wahrscheinlichster Käufer der IBM-Fertigung gesehen.

(Jörg Schamberg)

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