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IBM: iNote-Mails "in der Wolke"

IBM bietet nach Google und Microsoft mit Lotuslive iNotes ebenfalls einen E-Mail-Dienst "in der Wolke". Ein weiterer Schritt in der angekündigten Mittelstands-Offensive.

12.10.2009, 00:01 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Google und Microsoft haben es vorgemacht, nun zieht IBM nach: Ab sofort stellt der Computerkonzern mit Deutschland-Sitz in Stuttgart einen E-Mail-Dienst zur Verfügung. Er bietet nach IBM-Angaben Kalender- und Adressverwaltung "aus der Wolke" (engl.: Cloud). Das cloudbasierte Lotuslive iNotes kann sowohl als eigenständige Lösung laufen als auch mit Mail-Systemen wie Lotus Notes oder Microsoft Exchange betrieben werden.
Sicherer Service?
Im Visier hat IBM vor allem kleine und mittelständische Unternehmen auf der Suche nach einer kostengünstigen und dennoch werbefreien Cloud-Computing- Lösung für die Mail-Kommunikation. Das Konzept: Die Anwendungen und Daten befinden sich nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern werden über einen Browser aus dem Internet bezogen.
Um das Thema Zuverlässigkeit und Sicherheit müssten sich die Kunden keine Sorgen machen, beteuert der Hersteller. Allerdings musste Google Mail mehrfach technische Zwischenfälle einräumen – somit bleibt abzuwarten, ob die IBM-Lösung Störungen ganz ausschließen kann.
30 Tage Testversion verfügbar
Mit Lotuslive iNotes können Nutzer E-Mails über eine Web-Oberfläche senden und empfangen, Kalender und Kontaktlisten auf persönlicher wie auch unternehmensweiter Ebene führen und von Anti-Spam- und Virenschutz-Techniken profitieren. Nokia und Panasonic arbeiten bereits mit dem Dienst, so der Hersteller.
Der Preis liegt bei 2,90 Euro pro Benutzer und Monat. Interessierte Nutzer können den Dienst 30 Tage kostenlos testen. Jedem Nutzer steht im Basispaket ein Gigabyte (GB) Speicherplatz zur Verfügung, 100 GB können im Block für alle Benutzer gemeinsam nachbestellt werden. Das teilte IBM auf Anfrage von onlinekosten.de mit.
IBM rüstet auf
Erst kürzlich hat IBM eine Offensive im Mittelstand angekündigt. Immerhin kalkuliert der Konzern in Deutschland mit einem Potenzial von vielen zehntausend möglichen Kunden. Auch hausintern macht IBM der Konkurrenz das Leben schwer: Die 360.000 Mitarbeiter sollen weltweit auf den Markführer Office von Microsoft verzichten und stattdessen die hauseigene Software Lotus Symphony nutzen.

(Dorothee Monreal)

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