Wegen US-Bann

Huawei plant Alternative zu Google Maps mit Daten von TomTom

Kann Huawei den Nutzern seiner aktuellsten Smartphones, die ohne Android und Google-Dienste ausgeliefert werden, künftig einen eigenen Kartendienst anbieten? Die Chinesen arbeiten dazu mit TomTom zusammen.

Jörg Schamberg, 20.01.2020, 10:37 Uhr
TomTom GO 5000Mit Kartenmaterial von TomTom könnte Huawei seine Smartphone-Apps mit einem eigenen Kartendienst ausstatten. (Symbolfoto)© TomTom International BV.

Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei ist stark von dem Handelsstreit zwischen den USA und China betroffen. Als Folge eines US-Handelsbanns darf Huawei auf seinen neuen Smartphone-Modellen kein Android sowie auch keine Google-Dienste wie Google Play mehr anbieten. Auch der Kartendienst Google Maps steht Nutzern der aktuellsten Huawei-Mobiltelefone nicht mehr zur Verfügung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bastelt Huawei aber für seine Kunden an einer Alternative zu Google Maps.

Huawei kann auf TomTom-Kartenmaterial zugreifen

Demnach haben die Chinesen bereits vor einiger Zeit eine Kooperation mit dem niederländischen Navigationsspezialisten TomTom geschlossen. Huawei erhalte Zugriff auf das Kartenmaterial und die Dienste von TomTom, um diese für seine Smartphone-Apps zu verwenden. TomTom bietet über seine Dienste unter anderem auch Verkehrsinformationen an. Ein TomTom-Sprecher bestätigte die Zusammenarbeit mit Huawei gegenüber Reuters, nannte aber keine weiteren Details.

Zuletzt hatten sich die USA und China zwar in Gesprächen wieder angenähert, doch eine endgültige Lösung, auch für Huawei, gibt es noch nicht. Huawei hatte als Plan B auch bereits ein eigenes mobiles Betriebssystem entwickelt

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