Aus für Notebooks?

Huawei: Microsoft und Intel stellen Zusammenarbeit ein

Muss Huawei künftig nicht nur bei Smartphones auf Android, sondern auch bei seinen Notebooks auf Windows verzichten? Die US-Konzerne Microsoft und Intel kehren Huawei offenbar ebenso den Rücken wie zuvor Google und der Chipentwickler ARM.

Huawei MateBook 13Das Huawei Matebook 13. Haben Windows-Notebooks von Huawei noch eine Zukunft?© Huawei

Berlin - Der chinesische Smartphone-Hersteller steht derzeit im Kreuzfeuer. Nachdem Google Huawei auf Grund politischen Drucks der US-Regierung im Handelsstreit mit China zu Wochenbeginn die Android-Lizenz entzogen hatte, folgten weitere Unternehmen diesem Beispiel. So stellt nicht nur der britische Chipentwickler ARM die Zusammenarbeit mit Huawei ein. Wie die Zeitung "Die Welt" am Mittwoch meldete, sollen auch Microsoft und Intel Huawei den Rücken kehren. Damit wäre nicht nur das Smartphone-Geschäft der Chinesen in Gefahr.

Huawei-Chef überrascht von Angriff auf Endverbrauchersparte

Die Zeitung beruft sich auf einen Kommentar von Huawei-Chef Richard Yu gegenüber der US-Webseite "The Information". Dieser zeigte sich sehr überrascht, dass die USA auch auf die Endverbrauchersparte von Huawei zielen würden. Denn ein Rückzug von Microsoft würde das Geschäft mit Huaweis Matebooks gefährden, die auf das Betriebssystem Windows setzen. Dürfte Huawei zudem keine Intel-Chips verbauen, wäre das ein weiterer Rückschlag. Alternativ könnte das Unternehmen auf Linux setzen, doch vom Markt für Premium-Notebooks müsste sich Huawei dann wohl verabschieden.

Huawei-Prozessoren nutzen ARM-Chipdesign

Ein heftiger Schlag ist aber auch die Einstellung der Zusammenarbeit seitens des Chipentwicklers ARM, da sämtliche Smartphone-Prozessoren nach dem ARM-Standard laufen. Auch die eigenen Kirin-Prozessoren von Huawei setzen auf das Cortex-Design von ARM. Huawei hat zwar schon angekündigt, spätestens im Frühjahr 2020 ein eigenes Betriebssystem auf den Markt zu bringen. Doch eine komplett eigene Chiparchitektur dürfte Huawei nicht so schnell entwickeln können.

Jörg Schamberg

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