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HTC-Krise: Günstigere Smartphones sollen die Wende bringen

Die Krise bei HTC scheint kein Ende zu nehmen. Nun glaubt der angeschlagene Smartphone-Hersteller ein Rezept gegen die Talfahrt gefunden zu haben: günstigere Smartphones zu Preisen von 150 bis 300 Dollar.

10.02.2014, 16:44 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

HTC findet einfach kein Mittel gegen die Dauerkrise. Auch für das laufende erste Quartal stellte der taiwanische Smartphone-Hersteller am Montag erneut deutliche Umsatzrückgänge in Aussicht. Ein weiterer Verlust gilt bereits als ausgemacht. Bislang schlugen dabei alle Versuche fehl, die seit Jahren andauernde Talfahrt zu stoppen.

Premium-Strategie gescheitert

Klar gescheitert ist dabei vor allem die Strategie, mit der Marke HTC vor allem das hochpreisige Premium-Segment zu bedienen. Flaggschiffe wie das vor einem Jahr vorgestellte HTC One konnten zwar Fachleute und Kritiker begeistern, sorgten aber nicht für die erhofften Absatzsteigerungen. Nun sucht das Unternehmen sein Glück im boomenden Mittelklasse-Segment und plant eine Produktoffensive mit neuen Geräten im Preisrahmen von 150 bis 300 US-Dollar. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern will HTC so Marktanteile gewinnen.

Das Niedrigpreissegment bleibe allerdings tabu, sagte HTC-Finanzchef Chianlin Chang der Nachrichtenagentur "Reuters". Vielmehr wolle man ebenfalls an der Produktion hochwertiger Flaggschiffe-Modelle festhalten und in Kürze einen Nachfolger für das HTC One präsentieren. Für das laufende Jahr sei zudem eine Marketing-Offensive vorgesehen, um die Verkaufszahlen zu steigern und neue Käuferschichten zu erschließen. Marktbeobachter bleiben dennoch skeptisch: HTC habe nicht wirklich etwas Neues zu bieten, erklärte die Analystin Laura Chen des Bankhauses BNP Paribas. Der Hersteller müsse sich nun schnell bewegen, um die skeptischen Anleger zu überzeugen. "Ich bin allerdings nicht sehr optimistisch", so Chen.

(Christian Wolf)

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