News

HSDPA als DSL-Konkurrenz

Die Experten der Hightech-Beratungsgesellschaft Eurospace sehen viel Potenzial für HSDPA. Nur der Name stößt auf wenig Gegenliebe.

16.02.2006, 13:00 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Eines ist schon jetzt sicher: auf der diesjährigen CeBIT wird das Thema HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) eines der Kernthemen im Bereich Mobilfunk sein. Der Datenbeschleuniger, der in entsprechend ausgebauten UMTS-Netzen Übertragungsraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde erlauben soll, wird Mitte März mindestens von T-Mobile und Vodafone gestartet, E-Plus und o2 haben sich bisher noch nicht offiziell zu einem Starttermin geäußert. Die Experten der Beratungsgesellschaft Eurospace sind sich unterdessen sicher: HSDPA stellt mittelfristig eine "echte Alternative" zu DSL dar.
Zwar sei HSDPA auf mobile Endgeräte wie Handys, Smartphones und Webpads ausgelegt, aber mit einer Übertragungsrate von bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde spiele der Mobil-Turbo in der Geschwindigkeitsliga von DSL mit. "Den Verbraucher interessiert es kaum, ob die Internetverbindung aus dem Kabel oder aus der Luft kommt, solange diese stabil, schnell und angemessen preiswert ist. Wenn HSDPA künftig diese Kriterien erfüllt, könnte es sich breitflächig als Ersatz für DSL erweisen", prognostiziert Vincent Ohana, Geschäftsführer bei Eurospace.
Fairer Preis + vernünftiger Name = Erfolg
Als erfolgskritisch für HSDPA im Haushalt stufen die Eurospace-Berater das Preismodell ein. "Die Kunden erwarten eine Flatrate, die sowohl den mobilen als auch den stationären Internetzugang umfasst", rät Vincent Ohana den Netzbetreibern und Service Providern zu einfachen und leicht verständlichen Tarifen.
"Neben dem Preismodell liegt der Schlüssel zum Erfolg imMarketing. Kryptische Abkürzungen wie HSDPA sind wenig geeignet, um den Verbraucher anzusprechen. Begriffe wie beispielsweise Mobile DSL, Turbo-UMTS oder Breitband-UMTS, die an schon geläufige Kürzel anknüpfen, wären sicherlich erfolgsträchtiger", betont Ohana. Rechtzeitig zu Beginn der CeBIT ist mit HSUPA zudem auch ein neuer Standard entwickelt worden, der den Upstream auf bis zu 1,4 Mbit/s pushen kann.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang