"Gehässig und bösartig"

Horst Seehofer mag nicht mehr twittern

Im September 2018 postete Innenminister Horst Seehofer seine erste Twitter-Nachricht. Kein Jahr und nur zwei Tweets später kehrt er dem Dienst den Rücken.

Blaue Vögel© matteogamba / Fotolia.com

München - Mit Twitter ist Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nicht richtig warm geworden. Kein Jahr nach seinem ersten Tweet hat er dem sozialen Netzwerk schon wieder den Rücken zugekehrt. In seinem Ministerium gebe es ein Social-Media-Referat, die machten das sehr seriös, sagte Seehofer am Donnerstag dem "Donaukurier". "Gelegentlich schaue ich mir dann an, wie das kommentiert wird, und was ich da lese, ist oft dermaßen platt und flach, gehässig und bösartig - nein, von so einer Community möchte ich nicht Teil sein."

Das Innenministerium auf Twitter

Das Bundesinnenministerium weist auf seinem Twitter-Konto vor allem auf Beschlüsse und Termine hin. "Mit der Reform des #Besoldungsstrukturenmodernisierungsgesetz wird der Verwaltungsaufwand verringert & Zulagen deutlich erhöht", hieß es dort kürzlich, oder auch: "Hohe Einsatzfähigkeit der #GSG9 der #Bundespolizei - BM Horst #Seehofer hat sich heute bei einem Besuch am Standort in #SanktAugustin vom Einsatzspektrum überzeugt".

Seehofers sammelte 10.400 Follower

Vor rund einem Jahr hatte Seehofer angekündigt, "wahrscheinlich Ende August (2018)" selbst twittern zu wollen: "Ich sehe mich jetzt gezwungen, weil manche Wahrheiten ich sonst nicht unter eine breitere Bevölkerung bekomme", sagte er damals. Tatsächlich setzte er seinen ersten Tweet dann im September ab. Oft machte er aber davon nicht Gebrauch, nur zwei Mal twitterte er überhaupt: einmal zu seinem Rücktritt als CSU-Chef und einmal, um Annegret Kramp-Karrenbauer zur Wahl zur CDU-Chefin zu gratulieren. Vielleicht hat er deswegen auch "nur" 10.400 Follower.

Melanie Zecher / Quelle: DPA

Lesen Sie alles Wichtige von onlinekosten.de - auf Wunsch per WhatsApp direkt auf dem Handy. Whatsapp-Newsletter Wöchentlichen Newsletter
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang
NewsletterPopup