Geringere Gewinnmarge

HomePod: Das zahlt Apple für Material und Produktion

Apple kommt bei seinem vernetzen Lautsprecher HomePod laut Analyse der Experten von TechInsights offenbar auf eine geringere Gewinnmarge als bei seinen anderen Produkten wie iPhone und Apple Watch.

Apple HomePod© Apple Inc.

New York – Apples Produkte wie das iPhone sind relativ teuer im Verkauf und bescheren dem US-Konzern große Gewinne. Bei dem mit 349 US-Dollar ebenfalls nicht ganz günstigen, smarten Lautsprecher HomePod muss Apple laut Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg vergleichsweise hohe Produktionskosten zahlen.

Produktion des HomePod kostet 216 US-Dollar

Demnach würde die Produktion eines HomePod insgesamt 216 US-Dollar kosten. Entsprechend geringer würde die Gewinnspanne im Vergleich zu iPhone und Apple Watch ausfallen. Bloomberg beruft sich auf eine Analyse von TechInsights. Die Gewinnmarge liege beim HomePod bei 38 Prozent. Zum Vergleich: Mit Google Home komme Google auf eine Marge von 66 Prozent, Amazon mit Amazon Echo auf eine Gewinnmarge von 56 Prozent.

Der Grund, warum Apple beim HomePod auch zu einem geringeren Gewinn bereit ist, mag an dem späten Eintritt in den Markt für smarte Lautsprecher liegen. Google und insbesondere Amazon haben einen großen zeitlichen Vorsprung mit ihren Produkten, wenngleich Apples HomePod mit besserer Soundqualität punkten kann. Mit dem teuren iPhone X generiere Apple Gewinne von 64 Prozent. Eine 349 US-Dollar teure Apple Watch aus dem Jahr 2015 komme auf Materialkosten von lediglich 84 US-Dollar

Teure Lautsprecher-Technologie

Beim HomePod schlage alleine die Lautsprecher-Technologie inklusive Mikrofonen, Hochtönern & Co. mit 58 US-Dollar zu Buche, weitere 60 US-Dollar kosten kleinere Teile wie etwa das Lichtsystem zur Siri-Animation. Für den verbauten A8-Chip fallen Kosten von rund 25,50 US-Dollar an. Das Gehäuse und weitere Komponenten fließen mit 25 US-Dollar in die Gesamtkosten ein. Schließlich müssen laut TechInsights noch 17,50 US-Dollar für die Produktion selbst, das Testen und die Verpackung berechnet werden.

Apple gab keinen Kommentar ab zu den Kostenberechnungen. Bereits 2015 hatte Apple-Chef Tim Cook aber schon betont, dass er bislang noch keine solche Analysen gesehen habe, die auch nur annähernd genau sei.

Jörg Schamberg

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