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Hollywood führt Schlag gegen BitTorrent

US-Filmindustrie erreicht vor Gericht die Abschaltung der Webseite LokiTorrent und sammelt reichlich User-Daten.

11.02.2005, 15:37 Uhr
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Wenn in den USA ein Eilverfahren angestrebt wird, kann es passieren, dass das Urteil nicht lange auf sich warten lässt. So auch geschehen in einem aktuellen Verfahren der US-Filmindustrie gegen die BitTorrent-Webseite lokitorrent.com. Für Hollywood ist dies ein nicht unerheblicher Erfolg, da immer mehr Filesharing-Programme auf die Technologie von BitTorrent zurückgreifen.
Klage gegen Raubkopierer?
Nach Informationen der Nachrichtenagentur pte wird künftig nicht nur über die meistgenutzte Tauschbörse edonkey auf BitTorrent zurückgegriffen werden können, auch Morpheus will die Suche im BitTorrent-Netzwerk unterstützen. Doch Vorsicht: Die Schließung von lokitorrent.com könnte zur Folge haben, dass nun auch eine verschärfte Jagd nach Online-Filmpiraten beginnt. Das Gericht ordnete nämlich an, dass der Betreiber der Webseite auch alle Logfiles der über 750.000 registrierten User an die Filmindustrie übergeben muss. Diese Logfile-Daten könnten Ermittler auf die Spur zehntausender User bringen, die illegale Filmkopien aus dem Web gesaugt haben. Eine Klagewelle der Filmindustrie zum Schutz des boomenden DVD-Geschäfts könnte also bevorstehen.
Im BitTorrent-Netz wird vor allem nach Filmen, TV-Serien und Software gesucht, weshalb das Netzwerk bereits mehrfach ins Schussfeld der Filmindustrie geraten ist. Allerdings ist die Technologie weit weniger nutzerfreundlich als bei bisherigen Programmen. Der Durchschnittsuser ist auf Link-Websites wie LokiTorrent angewiesen, um Daten im System zu finden. Dieser Nachteil wird aber durch die Integration in andere P2P-Systeme immer kleiner.

(Hayo Lücke)

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