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Hoffnung in Bochum: Ex-Nokianer wieder in Arbeit

Rund 1.000 der 2.300 ehemaligen Mitarbeiter des Mitte letzten Jahres geschlossenen Nokia-Werkes in Bochum haben inzwischen wieder einen Job. Weitere neue Arbeitsplätze sollen noch entstehen.

14.01.2009, 14:46 Uhr (Quelle: DPA)
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Ein halbes Jahr nach Schließung des Nokia-Standortes Bochum mit 2.300 Beschäftigten haben rund 1.000 Mitarbeiter nach Angaben von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) wieder einen Arbeitsplatz.
Weitere Jobs auf Nokia-Gelände
Scholz zog am Mittwoch eine positive Zwischenbilanz: Auf dem verkauften Nokia-Areal sollen weitere 1.000 Arbeitsplätze entstehen, die möglichst mit Ex-Nokianer besetzt werden sollen. Diese könnten über die Transfergesellschaft PEAG vermittelt werden, in die bis Februar insgesamt 1.380 frühere Nokia-Beschäftigte aufgenommen sein sollen. Einige von ihnen hätten zwischenzeitlich schon einen neuen Job gefunden, sagte ein Sprecher. Er geht davon aus, dass bislang 800 bis 850 Nokianer wieder Arbeit haben.
Am 15. Januar 2008 hatte der finnische Handy-Hersteller die Verlegung des Bochumer Produktionsstandortes nach Rumänien angekündigt. Nach der Schließung des Werkes verlor das finnische Unternehmen im vergangenen Jahr gegen den weltweiten Trend bis zu acht Prozent Marktanteil in Deutschland. Die schlechten Zahlen seien laut Marktforschern in erster Linie dem rapiden Image-Verlust zuzuschreiben, den der einstige Publikumsliebling seit der Bochumer Entscheidung erlitten hat.

(Michael Posdziech)

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