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Höttges: Telekom soll zentraler Player in Europa werden

Telekom-Chef Timotheus Höttges drängt laut "Spiegel Online" auf einen Kurswechsel in der europäischen Telekommunikationspolitik und eine Lockerung der Regulierung. Europäische IT- und Telekommunikations-Konzerne sollen wieder eine führende Rolle erhalten und sich nicht länger von den USA und Asien abhängen lassen.

31.03.2014, 13:16 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Europas Kommunikationskonzerne sind im Wettbewerb mit Unternehmen in den USA und Asien nach Ansicht von Timotheus Höttges, dem neuen Chef der Deutschen Telekom, derzeit schlecht aufgestellt. Höttges will die Politik in Deutschland und Europa laut "Spiegel Online" daher zu einem Kurswechsel bewegen: Die europäische Informations- und Telekommunikationsbranche soll wieder ihre einstige Führungsrolle zurückerobern. Als Zeithorizont für diesen Prozess nennt der Telekom-Chef die kommenden zehn Jahre.

Bau eines europaweiten Highspeed-Netzes

In einer 21-seitigen Präsentation hat Höttges den Nachholbedarf der Europäer bei Netzinfrastruktur, Soft- und Hardware sowie Internetdiensten analysiert. In Bereichen wie der Handy-Herstellung oder auch bei Internetfirmen spiele Europa, wenn überhaupt, nur eine Nebenrolle.

Höttges drängt erneut, wie schon sein Vorgänger Réne Obermann, auf eine Lockerung der Regulierung sowohl in Deutschland als auch in Europa. Für ein entsprechendes Entgegenkommen der Politik in diesem Bereich lockt die Telekom ihrerseits mit Milliardeninvestitionen in neue Netze. Der Bonner Konzern solle bei der Neuausrichtung des europäischen Kommunikationsmarktes eine zentrale Rolle einnehmen. Die Telekom plane den Bau eines ultraschnellen Breitbandnetzes, dass "große Teile Europas abdeckt".

(Jörg Schamberg)

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