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Hewlett-Packard schließt Standort in Rüsselsheim

Update: Hewlett-Packard will seinen Standort in Rüsselsheim schließen und rund 850 Stellen streichen. Das teilte der Computer-Konzern am Freitag in Böblingen mit.

01.02.2013, 16:08 Uhr (Quelle: DPA)
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Hewlett-Packard will seinen Standort in Rüsselsheim schließen und rund 850 Stellen streichen. Das teilte der Computer-Konzern am Freitag in Böblingen mit. Weitere rund 250 Jobs sollen an ein anderes Unternehmen übergehen.

Ende 2013 ist spätestens Schluss

Bereits im Herbst hatte das Unternehmen den Abbau von 450 Arbeitsplätzen angekündigt. Der Standort in Rüsselsheim soll den Angaben zufolge bis Ende des Geschäftsjahres 2013 dichtmachen. Rund 250 Mitarbeiter sollen zurück zur Adam Opel AG wechseln. Der Autobauer hatte die IT-Dienste einst ausgelagert und holt sie jetzt zurück ins Haus.

Hewlett-Packard will weltweit rund 29.000 Stellen streichen. Mit dem neuen Stellenabbau sei der Beitrag in Deutschland zu den Sparmaßnahmen weitgehend abgeschlossen, sagte Deutschlandchef Volker Smid. HP hatte in Deutschland vor Beginn des Stellenabbaus 10.300 Beschäftigte.

Hintergrund für den Sparkurs ist eine allgemeine Flaute im PC-Geschäft wegen der weltwirtschaftlichen Unsicherheiten und der steigenden Beliebtheit von Tablet-Computern und Smartphones.

Arbeitnehmervertreter kritisierten die Pläne unterdessen scharf. "Mit einer in die Zukunft gerichteten und weitsichtigen Personalpolitik hat das absolut nichts zutun", sagte der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann. Die Gewerkschaft Verdi warnte HP vor einem "kurzfristigen Kahlschlag". Durch den erhöhten Arbeitsdruck werde die Gesundheit der Beschäftigten "leichtfertig aufs Spiel gesetzt".

(Hayo Lücke)

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