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Heuschrecken haben Infineon im Visier

Der Chipkonzern Infineon ist offenbar im Visier von mehreren der weltgrößten Finanzinvestoren. Kommt es zur Übernahme?

12.02.2007, 07:31 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Der Chipkonzern Infineon ist offenbar im Visier von mehreren der weltgrößten Finanzinvestoren. Im vergangenen halben Jahr habe es mindestens drei Anfragen von Beteiligungsgesellschaften gegeben, die mit dem Vorstand eine Übernahme diskutieren wollten, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf dem Unternehmen nahe stehende Personen.
Mehrere Berater der von Kritikern als "Heuschrecken" geschmähten Private-Equity-Gesellschaften hätten bestätigt, dass Investoren bei Infineon angeklopft hätten. Auch ein hochrangiger Infineon-Manager sagte laut "FTD", "vor einiger Zeit" seien Gespräche geführt worden. Ein Infineon-Sprecher sagte dem Blatt dagegen, er kenne "weder Anfragen noch Angebote von Finanzinvestoren."
Infineon wäre der erste Dax-Konzern, der von Private-Equity-Firmen gekauft würde. Es gab aber in den vergangen Jahren schon bei anderen Dax-Unternehmen Versuche, die gescheitert sind. Laut Informationen aus den jeweiligen Branchen sind Finanzinvestoren unter anderem an MAN und Linde herangetreten. Continental veröffentlichte im Herbst Gespräche mit einem Konsortium um den US-Investor Bain Capital, die aber abgebrochen wurden.

(Hayo Lücke)

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