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Heiße VoIP-Angebote für hinterm Ofen

Der Herbst zieht auf, Saison der kalten Hände: Eine Methode, die Finger warm zu halten ist, zu telefonieren bis die Tasten glühen. Der VoIP-Markt bietet wieder passende Angebote.

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Nur ungern gibt man es zu, ein Blick aus dem Fenster macht es aber mehr als deutlich: Freibad, Sonnenbaden, Grillen – damit ist es hierzulande für dieses Jahr wohl endgültig vorbei. Es ist Zeit, den Strickpulli zu suchen, die Decke bis zur Nase zu ziehen und sich auf Freizeitaktivitäten innerhalb von beheizbaren vier Wänden einzustellen. Je länger die Abende werden, desto höher die Telefonrechnung? Der VoIP-Markt hat auch im Oktober passende Rezepte gegen verschnupfte Reaktionen auf hohe Gesprächskosten.

Übersicht
Direkt zu den Anbietern

1. 1&1 & Lidl
2. Terrasip, Interfoni & Carpo
3. Sipgate, Freenet & Tele Columbus
4. Kabel D., Toplink & QSC

Neue Pakete aus Montabaur

Bei der 1&1 Internet AG können sich Kunden seit heute, 1. Oktober, über neue Komplettangebote freuen. Ab sofort gibt es hier eine entbündelte DSL-Leitung mit einem Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream für monatlich 19,99 Euro. Ein Telefonanschluss mit einer Rufnummer ist bereits inklusive. Die Gespräche werden hier minutengenau abgerechnet: So kostet ein Telefonat ins deutsche Festnetz 2,90 Cent pro Minute, das inländische Mobilfunknetz ist für 19,90 Cent pro Minute erreichbar – beides nicht unbedingt Preisbrecher-Angebote. Günstiger wird es mit einer 2.000er- oder 16.000er-DSL-Leitung: Hier ist jeweils ein Telefonanschluss mit zwei beziehungsweise vier Rufnummern inklusive Flatrate fürs deutsche Festnetz enthalten. Gespräche zu den nationalen Handynetzen werden aber auch hier mit 19,90 Cent pro Minute abgerechnet. Für Surf & Phone 2.000 Komplett wird 29,99 Euro im Monat berechnet, Surf & Phone 16.000 Komplett kostet 39,99 Euro.

VoIP aus dem Supermarkt

Komplettanschlüsse gibt’s aber beispielsweise auch frisch im Supermarktregal: Der Lebensmittel-Discounter Lidl bietet jetzt, neben den bisherigen Lidl DSL-Sparpaketen und passender Lidl Internet-Telefonie, auch Telekom-Pakete mit "Lidl Bonus". Dabei handelt es sich um die bekannten Call & Surf-Pakete von T-Home. Lidl legt aber eine einmalige Gutschrift über 50 Euro oben drauf, von denen 20 Euro der Rechnung der Deutschen Telekom zugute kommen und 30 Euro für die VoIP-Nutzung gut geschrieben werden. Für den Lidl-VoIP-Account erhalten Neukunden zudem ein Jahr lang monatlich 50 Freiminuten, um alle deutschen Mobilfunknetze anzurufen. Das Sicherheitsprogramm GData Internet Security 2007 sowie ein kostenloser WLAN-Router sind ebenfalls im Angebot enthalten. VoIP-Anbieter Terrasip geht im Oktober in die Preisoffensive. Die Spanier starten ab sofort eine Pilotphase mit kostenlosen Festnetz-Telefonaten: Wer ein Konto bei Terrasip hat, auf dem sich mindestens ein Cent findet, kann bis Ende Oktober kostenlos zu 53 Zielen weltweit telefonieren. Darunter finden sich beispielsweise auch die Festnetze von Deutschland und der Schweiz. Die Anmeldung bei Terrasip ist weiterhin kostenlos, auch auf eine monatliche Grundgebühr verzichtet der Anbieter. Die Pilotphase steht jedem Prepaid-Konto offen, eine kommerzielle Nutzung ist jedoch ausgeschlossen. Eine vollständige Liste der kostenlosen Länder findet sich online bei Terrasip.

Darüber hinaus sind aber auch einige Mobilfunktarife günstiger geworden. So kosten Anrufe ins deutsche T-Mobile Netz im VoIP Standard Tarif nur noch 7,90 Cent pro Minute, inländische Vodafone-Handys sind für 10,30 Cent pro Minute erreichbar. Für Anrufe zum o2-Mobilfunknetz zahlen Terrasip-Kunden jetzt 10,90 Cent pro Minute, das E-Plus-Netz ist für 11,20 Cent pro Minute erreichbar.

Bonbon für Neukundenwerbung

Bei Interfoni wird ebenfalls der Rotstift gezückt: Der VoIP-Anbieter senkt ab heute, 1. Oktober, bis zum 30. November die Minutenpreise für Telefonate nach Russland und ist mit dem neuen Preis nach eigenen Angaben günstigster Anbieter für dieses Ziel am Markt. Das Festnetz des Landes ist in diesen zwei Monaten für 3,99 Cent pro Minute erreichbar. Dabei wird die erste Gesprächsminute voll abgerechnet, anschließend wird die Verbindung sekundengenau getaktet. Sonst kostet ein Gespräch nach Russland 5,28 Cent pro Minute bei minutengenauer Abrechnung. Darüber hinaus belohnt Interfoni ab Montag, 15. Oktober, jedes gute Wort, das für Interfoni eingelegt wird: Wer Neukunden für den VoIP-Anbieter wirbt, erhält als Bonbon 1,50 Euro Provision pro geworbenem Neukunden ausgezahlt. Das Angebot gilt für alle Interessenten, ein Interfoni-Account muss nicht vorhanden sein. Die Werbung kann beispielsweise über eine Bannerschaltung geschehen.

Sonderaktion und Feiertage

Im Hause Carpo ist man weiterhin in Spendierlaune. Die Ratinger locken Neukunden weiterhin mit einer Sonderaktion. Wer jetzt bei Carpo einen VoIP-Tarif bestellt, erhält ein Begrüßungspaket: Darin ist ein Carpophone II, wie das USB-Telefon der Ratinger heißt, enthalten sowie fünf Euro Gesprächsguthaben. Das Telefon kostet normalerweise 29 Euro. Während der Aktion wird es dem Neukunden kostenfrei zugesandt. Das Lockangebot gilt so lange der Vorrat reicht.

Darüber hinaus bietet Carpo diesen Monat wieder die fast schon traditionellen Feiertags-Plaudereien. Wie immer bietet Carpo an verschiedenen nationalen Feiertagen kostenlose Telefonate in die Festnetze der jeweiligen Länder. Diesen Monat feiert Spanien am Freitag, 12. Oktober, seinen Nationalfeiertag, um der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus zu gedenken. Am Dienstag, 23. Oktober, folgt dann Ungarn mit seinem Tag der Republik. Unsere österreichischen Nachbarn feiern am Freitag, 26. Oktober, ihren Nationalfeiertag und die Tschechische Republik macht am Sonntag, 28. Oktober, den Abschluss mit ihrem Unabhängigkeitstag. An den entsprechenden Tagen können Nutzer mit einem bestehenden Carpo-Konto kostenlos ins spanische, ungarische, österreichische und tschechische Festnetz telefonieren. Bei Sipgate hat man ein Herz für Bastler: Die Düsseldorfer haben kürzlich eine Programmierschnittstelle bereit gestellt, mit der Entwickler das VoIP-Angebot an ihre Anforderungen anpassen können. Mit dem Sipgate API (Application Programming Interface) ist es möglich, VoIP-, SMS- und Fax-Funktionen beispielsweise in Office-Programme oder CRM-Systeme einzubauen. Außerdem stellen die Düsseldorfer verschiedene Quellcodes online bereit und erleichtern den Einstieg mit ausführlichen Dokumentationen. Das Sipgate API steht ab sofort zur freien Verfügung und kann kostenlos genutzt werden. Einzige Voraussetzung ist ein Account bei Sipgate.

Darüber hinaus gelten auch weiterhin die Hardware-Angebote für AVM- und Gigaset-Geräte, die bereits im September vorgestellt wurden. Die Düsseldorfer haben auch die Zuverlässigkeit ihres Netzes erhöht. Das Risikomanagement soll nun so geändert worden sein, dass auch bei einem kompletten Ausfall eines Sipgate-Systemstandortes der Dienst innerhalb weniger Sekunden wieder verfügbar ist. Auch gegen DoS- (Denial of Service) und DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) soll das Sipgate-System nun besser gewappnet sein.

Freenet filtert Anrufe

Auch im Hause Freenet gibt es einige Neuigkeiten für Internet-Telefonie-Nutzer zu vermelden. Die Hamburger bieten ihren VoIP-Kunden ab Oktober einen kostenlosen Anruffilter. Damit lassen sich ein- und ausgehende Telefonate nach verschiedenen vordefinierten Regeln filtern und damit blockieren. So können Nutzer beispielsweise ausgehende Telefonate zu Sonderrufnummern verhindern oder Anrufer mit unterdrückter Rufnummer abweisen. Der Anruffilter kann online im persönlichen Kundenbereich von Freenet konfiguriert werden. Darüber hinaus erhalten alle Freenet DSL und Freenet Komplett Neukunden diesen Monat 50 SMS gratis. Die Kurznachrichten können mit der kostenlosen SMS Software vom Desktop aus oder online über Freenet Mail versandt werden. Seit kurzem ist Freenet DSL Telefonie auch mobil nutzbar: Die Nokia-Modelle N80, N95 und E65, die sich Kunden über Freenet Mobile oder Mobilcom besorgen, sind vorab für den VoIP-Service vorbereitet.

Neue Triple-Play-Angebote

Alles neu macht der Oktober bei Kabelanbieter Tele Columbus. Das Unternehmen aus Hannover startet ab sofort mit neuen Triple-Play-Angeboten auf dem Markt durch. So gibt es für 34,99 Euro eine DSL-Leitung mit vier Mbit/s und Flatrate. Ein Telefonanschluss mit Flatrate für Telefonate ins deutsche Festnetz ist bereits inbegriffen. Das Angebot für Internet und Telefon kann aber auch getrennt gebucht werden. So würde ein reiner Telefontarif mit Minutenabrechnung und zwei Leitungen 9,99 Euro im Monat kosten. Telefonate ins deutsche Festnetz kosten hier 1,90 Cent pro Minute, das nationale Handynetz ist für 21,90 Cent pro Minute erreichbar. Eine VoIP-Flatrate fürs deutsche Festnetz mit zwei Telefonleitungen wird mit 19,99 Euro im Monat berechnet. Verbindungen ins deutsche Mobilfunknetz kosten auch hier 21,90 Cent pro Minute. Die Mindestvertragslaufzeit beläuft sich bei Tele Columbus auf zwölf Monate. Bei Kabel Deutschland legt man, wie auch bei Unitymedia, vor allem Wert darauf, das eigene Netz weiter auszubauen, um mehr Kunden Internet und Telefonie übers TV-Kabel anbieten zu können. So hat Kabel Deutschland gerade in Niedersachsen rund 20.000 neue Verstärker in die eigene Infrastruktur integriert. Dadurch sollen bis zum Jahresende weite Teile des Bundeslandes ebenfalls die Surf & Phone Pakete nutzen können. Unter anderem stehen die Städte Achim, Braunschweig, Buxtehude, Celle, Cuxhaven, Delmenhorst, Göttingen, Hagen, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Neustadt, Norderney, Nordhorn, Peine, Salzgitter, Weyhe, Wilhelmshaven und Wolfsburg auf der Ausbauliste von Kabel Deutschland. Hier soll dann auch die maximale Surfgeschwindigkeit von 26 Mbit/s buchbar sein.

Business-Flat mit Hardware

VoIP-Anbieter Toplink hat sich diesmal etwas Spezielles für Geschäftskunden einfallen lassen. Kleine und mittelständische Unternehmen können hier jetzt ein VoIP-Komplettpaket erhalten, das die Europa-Flatrate mit passender Hardware bietet. Gegen eine monatliche Pauschale in Höhe von 89,95 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer können Geschäftskunden kostenlos ins deutsche Festnetz sowie in 20 weitere europäische Festnetze telefonieren. Dazu passend gibt es das AVM VoIP Gateway 5188, das an die bestehende ISDN-Telefonanlage des Kunden angeschlossen wird. Das Gerät verfügt über vier ISDN-Basisanschlüsse und ebenso viele LAN-Ports und bietet damit die Möglichkeit, bis zu acht Telefonate parallel zu führen. Der Router mit integriertem Modem für ADSL2(+) verfügt zudem über einen Bandbreitenmanager, der VoIP- gegenüber Daten-Verbindungen priorisiert, um die Übertragungsqualität der Telefonate zu sichern.

Virtuelle Telefonanlagen für KMU

Auch bei QSC können sich kleine und mittelständische Unternehmen über ein neues Angebot freuen. Mit IPfonie centraflex bieten die Kölner jetzt eine IP-basierte, virtuelle Telefonanlage. Der Dienst überträgt die bisherigen Aufgaben einer Hardware-Telefonanlage ins Netz von QSC. Dadurch sollen Geschäftskunden flexibler und kostengünstiger telefonieren und erreichbar sein. Unternehmensangaben zufolge sollen sich die Kosten pro Arbeitsplatz mit QSC IPfonie centraflex je nach Laufzeit auf rund 20 Euro belaufen – inklusive Internet-Leitung mit vier Mbit/s und Flatrate, Telefonpauschale ins deutsche Festnetz und aller Lizenz- und Hardwaremietgebühren. Allerdings wird das neue Angebot für kleine und mittelständische Unternehmen erst im November verfügbar sein. QSC Partner können dennoch ab sofort Bestellungen ihrer Kunden für das neue Produkt entgegen nehmen.

(Aleksandra Leon)

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