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Hausdurchsuchung und Beschlagnahmungen bei Kino.to-Uploader

Der Lobbyverband Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) berichtet, dass es am 22. Mai eine Hausdurchsuchung bei einer Person in Schleswig-Holstein gegeben habe. Der "Top-Uploader" soll bei kino.to rund 100.000 illegale Filmkopien online gestellt haben.

Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Lobbyverband Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) berichtet, dass es am 22. Mai eine Hausdurchsuchung bei einer Person in Schleswig-Holstein gegeben habe, die massenhaft urheberrechtlich geschützte Werke ins Internet gestellt haben soll – unter anderem über kino.to.

Nahezu 100.000 illegale Filmkopien hochgeladen

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden habe die Durchsuchung im Rahmen des weiterhin andauernden Kino.to-Verfahrens angeordnet. Der Interessensverband hatte dieses Verfahren durch einen Strafantrag am 28. April 2011 angestoßen. Laut GVU wurden ein Rechner sowie mehrere Speichermedien sichergestellt. Sämtliche Asservate und Erkenntnisse würden nun ausgewertet.

Der Verdächtige soll sich kooperativ und geständig gezeigt haben. Er soll urheberrechtlich geschützte Filme mit gewerblicher Absicht zu bekannten Datei- und Streamhostern hochgeladen und die zugehörigen Links an illegale Portale wie movie2k weitergegeben haben. Die GVU bezeichnet ihn als "Top-Uploader". Unter dem Namen "Hologramm" soll er zwischen September 2008 und April 2011 nahezu 100.000 illegale Filmkopien für kino.to online gestellt haben.

Zu langjährigen Haftstrafen verurteilt

Die Betreiber von kino.to – Serverbetreiber, Entwickler, Webdesigner und Uploader – wurden in mehreren getrennten Verfahren jeweils zu bis zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Dennoch soll das illegale Filmangebot im Internet laut GVU erheblich zugenommen haben. Auf über 70 vom Lobbyverband beobachteten, vermeintlich illegalen Online-Portalen, Boards und Foren hätte es Zugriff auf über zwei Millionen Filmkopien gegeben.

(Peter Giesecke)

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