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Handyverbot an Schulen: Österreicherin startet Online-Petition

Bereits Zehnjährige stehen auf dem Schulhof um ein Handy herum und schauen Pornos. Einer Lehrerin wurde das zuviel. Sie fordert ein generelles Handyverbot an allen österreichischen Schulen.

12.05.2014, 11:46 Uhr
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Bereits Zehnjährige stehen auf dem Schulhof um ein Handy herum und schauen Pornos. Einer Lehrerin wurde das zuviel. Sie fordert ein generelles Handyverbot an allen österreichischen Schulen und hat sich mit der parlamentarischen Bürgerinitiative 45/BI XXV.GP direkt an den Nationalrat gewandt.

Parlamentsausschuss befasst sich mit dem Anliegen

Ihre Aussichten auf Erfolg dort sind aber nicht sehr hoch. Um eine Online-Petition beim österreichischen Parlament zu starten, werden zwar lediglich 500 Unterschriften wahlberechtigter Bürger benötigt. Gezeichnet werden kann sie solange, bis der Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen sich damit beschäftigt. Dies wird voraussichtlich am 1. Juli sein.

Der Petitionsausschuss kann die Bürgerinitiative "Handy- und Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen" dann an einen Fachausschuss oder die Volksanwaltschaft weiterleiten. Er kann das Anliegen aber auch einfach nur "zur Kenntnis nehmen". Damit wäre der Fall dann erledigt.

Cybermobbing und Pornos

Den Gefahren, die von Handys ausgehen, sind laut der Bürgerinitiative immer mehr und immer jüngere Kinder ausgesetzt. Neben Cyber-Mobbing, Cyber-Bullying, Cyber-Stalking und Cyber-Grooming werden Videos mit pornographischen und gewaltverherrlichenden Inhalten sowie Happy Slapping angeführt, aber auch eine mögliche Internetsucht und die Gefahr durch Handystrahlung.

Konkret gefordert wird das Thema "Medienerziehung und Umgang mit neuen Medien" verbindlich in die Lehrpläne für alle Schüler aufzunehmen, die Einführung eines Medien-Führerscheins, das flächendeckende Sperren aller Internetseiten mit Kinder- und Jugendverbot nach dem Vorbild von Großbritannien sowie ein generelles Nutzungsverbot für Handys, Smartwatches und Smartbrillen an öffentlichen Schulen.

(Peter Giesecke)

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