Strahlenbelastung reduzieren

Handystrahlung bei Telefonie über UMTS und LTE geringer als über GSM

Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) lässt sich die Strahlenbelastung beim mobilen Telefonieren reduzieren, wenn LTE oder 3G genutzt werde.

Melanie Zecher, 12.04.2016, 12:19 Uhr (Quelle: DPA)
Handymast© Wolfgang Cibura / Fotolia.com

Berlin – Mobilfunkanrufe über LTE oder UMTS (3G) setzen beim Verbindungsaufbau weniger Strahlung frei als ein Verbindungsaufbau über den GSM-Standard. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hin. Wer seine Strahlenbelastung reduzieren, aber trotzdem mobil telefonieren möchte, sollte also nach Möglichkeit ein Gerät mit UMTS- oder LTE-Funk nutzen oder LTE auch für Sprachanrufe aktiveren.

Bei Apples iOS-Geräten beispielsweise findet sich die Option in den Einstellungen unter "Mobiles Netz/Datenoptionen". Dort kann im Unterpunkt "LTE aktivieren" die Option "Sprache & Daten" ausgewählt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass ein LTE-Tarif gebucht ist und das Smartphone auch über LTE-Funk verfügt.

In welchem Netz befindet sich das Telefon?

Die geringere Strahlenbelastung beim Gesprächsaufbau liegt an der Funktionsweise der verschiedenen Technologien. Über den GSM-Standard sendet das Telefon zunächst mit maximaler Leistung und fährt sich dann auf die benötigte Sendeleistung herunter. Über UMTS oder LTE wird zunächst mit der geringsten Leistung gesendet und dann gegebenenfalls die Sendeleistung erhöht. In welchem Netz sich das Smartphone gerade befindet, erkennt man am Symbol oder Buchstabenkürzel neben der Signalstärkeanzeige. Steht dort "3G", "4G", "LTE", "H" oder "H+", ist das Telefon in ein UMTS- oder LTE-Netz eingebucht.

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