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Handyboom in Deutschland

Bis zum Jahresende würden hierzulande voraussichtlich etwa 36,5 Millionen Handys abgesetzt und damit rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

23.10.2007, 15:42 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

In Deutschland werden in diesem Jahr nach Branchenangaben mehr Handys verkauft als jemals zuvor. Bis zum Jahresende würden hierzulande voraussichtlich etwa 36,5 Millionen Handys abgesetzt und damit rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Verband der Computer- und Telekombranche (Bitkom) auf der High-Tech-Messe Systems in München mitteilte. Der Umsatz mit Mobiltelefonen dürfte demnach in diesem Jahr um zwei Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zulegen.
Handyverkauf legt zu
Deutschland gehört den Angaben zufolge inzwischen international zu den Ländern mit der größten Handydichte. So kamen Ende 2006 auf 100 Deutsche 104 Mobilfunk-Verträge oder Guthaben-Karten. In ganz Westeuropa waren es dagegen nur 98 Anschlüsse. In den USA, wo eine starke Regionalisierung der Anbieter lange das Wachstum des Handy-Markts gebremst hatte, waren es nur 76 Anschlüsse auf 100 Einwohner.
Bis Ende dieses Jahres könnte die Zahl der Anschlüsse in Deutschland den Angaben zufolge sogar auf 109 je 100 Einwohner steigen. Mit ihren Handys telefonierten die Deutschen 2006 laut Bitkom 57 Milliarden Minuten und verschickten 22,5 Milliarden SMS.
Gesteigertes Interesse an Internetsurfen über das Handy
Die Deutschen interessieren sich außerdem immer stärker für Zusatzfunktionen des Handys. So machten derzeit rund 26 Prozent der Deutschen mit den Mobiltelefonen auch Fotos, rund 12 Prozent hörten Musik, wie aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Bitkom hervorgeht. Inzwischen werde daneben auch das Surfen im Internet mit dem Handy zu einem wichtigen Thema für die deutschen Verbraucher.
So wollten sich 36 Prozent der Deutschen künftig gerne Wegbeschreibungen auf ihr Mobiltelefon laden. Stauhinweise interessieren 31 Prozent, Fahrpläne und aktuelle Nachrichten jeweils 26 Prozent, an Wetterinformationen sind 24 Prozent der Nutzer interessiert. Bis zum Jahr 2010 werde etwa jeder Fünfte solche Dienste auch tatsächlich nutzen.

(Hayo Lücke)

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