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Handy-Telefonate im Ausland bald noch billiger?

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will die Bundesregierung eine EU-Verordnung verschärfen, mit der gegen überhöhte Mobilfunk-Gebühren vorgegangen werden soll.

23.11.2006, 09:01 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Handy-Telefonate im Ausland sollen angeblich noch günstiger werden als bislang von der EU geplant. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will die Bundesregierung eine EU-Verordnung verschärfen, mit der gegen überhöhte Mobilfunk-Gebühren vorgegangen werden soll. Bei einer Umsetzung könnten Millionen Touristen und Geschäftskunden bei ihrer Handy-Rechnung viele Euro sparen.
Bundesregierung stützt EU-Pläne
Die EU-Kommission will demnach den Telekom-Konzernen einen Standard-Tarif vorschreiben, der Auslandsgespräche von derzeit ein bis drei Euro auf künftig 60 Cent pro Minute verbilligen und den Großteil der heutigen Roaming-Gebühren von fünf Milliarden Euro abschaffen würde. Die Bundesregierung schlage vor, den Konzernen zusätzliche Tarife zu ermöglichen.
Damit würden Vieltelefonierer oder Besitzer von Handys mit Internet- und Fotofunktionen weiteres Geld sparen. Denkbar sei zum Beispiel, für einen bestimmten Zeitraum Flatrate- oder Volumentarife anzubieten. Außerdem stütze die Bundesregierung Brüssel gegen Großbritannien, Italien und Spanien, die die Preissenkungen auf Druck der bei ihnen ansässigen Konzerne verhindern wollen. Das gehe aus einer Vorlage hervor, die dem Blatt vorliegt. "Deutlich überhöhte Roamingentgelte beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit der EU und belasten die Verbraucher nachhaltig", heißt es in dem Papier von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU).

(Hayo Lücke)

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