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Handy-Roaming: Bund will Unternehmen schonen

Die Bundesregierung will die Gebühren für Handy-Auslandsgespräche offenbar nicht so stark absenken wie von der EU gefordert.

23.04.2007, 12:01 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Die Bundesregierung will die Gebühren für Handy-Auslandsgespräche offenbar nicht so stark absenken wie von der EU gefordert. Berlin spreche sich für eine Obergrenze von 60 Cent pro Minute für ausgehende und von 30 Cent für eingehende Gespräche aus, berichtet die "Berliner Zeitung".
EU will Gebühren radikal senken
Die Zeitung beruft sich in ihrem Artikel auf einen Vorschlag, den das Bundeswirtschaftsministerium an die EU-Mitgliedstaaten verfasst hat. Dagegen hatte der federführende Ausschuss im EU-Parlament gefordert, dass abgehende Telefonate höchstens 40 Cent pro Minute und die Annahme von Gesprächen maximal 15 Cent kosten dürften.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) als amtierender Vorsitzender der Fachminister nehme mit seinem Vorschlag für die Verhandlungen unter dem EU-Regierungen offenbar Rücksicht auf Bedenken einzelner Partnerländer, schrieb die Zeitung. Insbesondere Großbritannien sehe Preisvorgaben skeptisch. Der Entwurf sehe zudem vor, dass bestehende Handy-Verträge unverändert bleiben, solange nicht der Kunde ausdrücklich auf den EU-Tarif umsteigen will. Die EU-Abgeordneten wollten dagegen, dass die neuen Tarif für alle Kunden gelten, es sei denn sie wählten ausdrücklich einen anderen Handy-Vertrag.

(Denise Bergfeld)

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