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Handy-Klau in Deutschland steigt rasant - Innenminister prüfen Gerätesperren

Im vergangenen Jahr wurden 237.000 Handys und Smartphones als gestohlen gemeldet. Die Innenminister wollen nun prüfen, wie der Anreiz für Handy-Diebe sinken könnte - etwa durch Sperrung der IMEI-Nummern der Geräte.

11.08.2014, 16:41 Uhr (Quelle: DPA)
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In Deutschland werden immer mehr Handys geklaut. Die Zahl der als geraubt oder gestohlen gemeldeten Mobiltelefone hat sich innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppelt - das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Danach verschwanden im Jahr 2009 bundesweit rund 102.000 Mobiltelefone. 2013 wechselten bereits rund 237.000 Handys und Smartphones auf illegale Weise den Besitzer.

Innenminister wollen stärker gegen Handy-Klau vorgehen

Mobiltelefone haben eine Gerätenummer, die in das Mobilfunknetz übertragen wird, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Mit dieser Nummer lässt sich das Gerät orten und sperren.

Die Innenminister der Länder wollen prüfen lassen, wie man die Nutzung gestohlener Handys und Tablet-Computer - etwa durch eine Sperrung dieser IMEI-Nummern - in Zukunft verhindern könnte. Denn dadurch würde der Anreiz für die Handy-Diebe sinken. "Das klingt erst einmal verlockend. Die zentrale Speicherung der Handy-Daten aller Bürger ist aber auch mit immensen Datenschutzproblemen verbunden", hieß es dazu aus der Linksfraktion.

(Jörg Schamberg)

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