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Handy im Test: Das LG KG225

Wer mit seinem Handy in erster Linie telefonieren oder SMS schreiben möchte, dabei aber auf Design nicht verzichten möchte, kann sich über T-Mobile ein kleines schwarzes Kieselstein-Handy sichern. Wir haben es unter die Lupe genommen.

09.07.2006, 09:01 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Schwarz, klein, handlich. Mit diesen Worten lässt sich zusammenfassen, was derzeit exklusiv bei T-Mobile erhältlich ist: das KG225 des südkoreanischen Handyherstellers LG Electronics. onlinekosten.de hatte die Möglichkeit, das kleine Einsteigerhandy im Klappformat genau unter die Lupe zu nehmen.
Paket ausgepackt
Ausgeliefert wird das kompakte Mobiltelefon in einer Pappbox in den typischen T-Mobile-Farben Weiß und Magenta. Im Inneren erwartet den Nutzer dann neben dem Endgerät das typische Zubehör. Ein Akku, ein Ladekabel, ein 68 Seiten starkes Benutzerhandbuch inklusive Schnelleinführung sowie ein schnurgebundenes Headset. Letzteres ist allerdings nur mit einem Ohrhörer ausgestattet, liefert also nur Mono-Sound. Als exklusives Extra liegt zudem eine perlenbestickte Handytasche bei. Damit wird auch gleich deutlich, wen das Handy in erster Linie ansprechen soll: modebewusste (junge) Frauen.
Nach dem Einlegen der SIM-Karte (ein Tausch geht leicht von der Hand) und des Akkus kann es losgehen. Allerdings sollten Nutzer nicht zuviel vom kleinen Schwarzen erwarten. Zwar sieht es durch sein glänzendes Äußeres elegant aus, im Inneren schlummern aber nur wenige technische Extras. Das ist aber auch gar nicht notwendig, denn bei der Entwicklung des KG225 wurde auf die grundlegenden Handy-Funktionen wert gelegt: Telefonie, SMS und bei Bedarf VGA-Fotografie.
Schön handlich
Wer das Mobiltelefon in der Hand halten darf, wird sehr schnell Gefallen an den schmalen Abmessungen finden: in geschlossenem Zustand misst es bei einem Gewicht von 90 Gramm 85 mal 45 mal 22 Millimeter und sieht eher aus wie ein kleiner, geschliffener Kieselstein als wie ein Telefon für den Alltagsgebrauch. Einzig die silber umrandete Linse der integrierten VGA-Kamera sowie das LG- und T-Mobile-Logo stören ein wenig das optische Bild.
Aufgeklappt, offenbart das Handy neben dem Ziffernblatt das relativ kleine Display. Es kann zwar auf 128 mal 128 Pixeln 65.536 Farben darstellen, misst aber nur 1,5 Zoll. Das reicht aus, um im mit java-animierten Grafiken hinterlegten Menü zu navigieren, zum Betrachten von Fotos oder gar Internet-Inhalten ist es aber zu klein geraten. Neben Informationen zum Netzbetreiber werden im Display die aktuelle Netzleistung, Akkukapazität, Uhrzeit und Datum angezeigt. Nachteil: ein zweites Display auf der Außenseite fehlt. Das heißt, bei eingehenden Anrufen muss das Handy immer zuerst aufgeklappt werden, um zu sehen, ob ein wichtiger Gesprächspartner anruft. Abzüge für Navigationstaste
Einen Pluspunkt in Sachen Design stellt die blaue Tastaturbeleuchtung dar. Nur Rufannahme- und Gesprächs-Ende-Taste erstrahlen nicht in blau, sondern grün beziehungsweise rot - Standard eben. Während die untere Hälfte der Wähltastatur mit den Zifferntasten klar strukturiert wurde und auch der Druckpunkt der einzelnen Tasten stimmt, wirkt die Anordnung der Menü- und Schnellstart-Tasten eher unaufgeräumt und überfrachtet. Besonders die Vier-Wege-Navigationstaste in der Mitte ist alles andere als einfach zu nutzen. Häufig rutscht der Nutzer auf eine der benachbarten Tasten und landet so in einem völlig neuen Menüunterpunkt. Ein dicker Nachteil beim sonst durchaus ansehnlichen Design.
Über die insgesamt sechs Schnellstart-Tasten lassen sich die Kamera-Funktion, das t-zones-Portal von T-Mobile (Achtung: hier entstehen Extra-Kosten für die notwendige Online-Verbindung), das Adressbuch mit seinen bis zu 500 Kontakten, die SMS-Funktion, die Bilder- und Klingelton-Galerie sowie der integrierte Kalender aufrufen.
Das Menü unter der Lupe
Klar strukturiert und aufgeräumt wirkt das Menü mit seinen insgesamt neun Unterpunkten. Hier hat der Nutzer Zugriff auf sämtliche Einstellungen des Handys, Anruflisten, oder eingegangene Nachrichten. Außerdem lassen sich sechs verschiedene Profile individuell anpassen und Extras wie Wecker, Rechner, Weltzeituhr, Einheitenrechner oder die Sprachaufzeichnungsfunktion nutzen. Für Abwechslung unterwegs sorgen zwei vorinstallierte Spiele. Helle Köpfe können sich an Soduku-Rätseln messen, für alle anderen steht ein Strategie-Spiel namens "Halloweenfever" bereit.
Ein Blick auf die Kamera
Einen besonders aufmerksamen Blick haben wir der integrierten Kamera gegönnt. Sie arbeitet im VGA-Modus, das heißt mit einer eher schwachen Auflösung von maximal 640 mal 480 Bildpunkten. Andere Handys, die zum Teil schon 3,2 Megapixel bieten, erlauben qualitativ deutlich hochwertigere Schnappschüsse. Für das ein oder andere Erinnerungsfoto reicht aber auch die kleine Kamera des KG225. Neben Farbfotos sind auch Schwart-Weiß-Aufnahmen und – ganz kurios – Fotos mit sattem Gelbstich möglich. Die Helligkeit kann über fünf Stufen reguliert werden, der Selbstauslöser auf fünf oder drei Sekunden programmiert werden. Schade ist, dass die Fotos nur über MMS ausgetauscht werden können, da eine Bluetooth-Schnittstelle leider fehlt. Auch auf einen Digitalzoom oder ein Kameralicht müssen Nutzer des kleinen Klapphandys verzichten.
Fazit: Optimal für Einsteiger
Ein Handy ohne viel Schnickschnack, so lässt sich zusammenfassen, was das KG225 von LG bietet. Perfekt für Einsteiger und alle, die mit dem Handy vor allem eines machen wollen: telefonieren. Dank Triband-Technik lässt es sich nicht nur europaweit, sondern zum Beispiel auch in den USA oder in Kanada nutzen. Die Standbyzeit unseres Testgerätes betrug gut eine Woche, die maximale Gesprächszeit liegt nach Herstellerangaben bei gut drei Stunden. Werte, die für ein Modell der Einsteigerklasse durchaus akzeptabel sind. Abstriche müssen Nutzer bei der wenig nutzerfreundlichen Navigationstaste machen. Ebenfalls etwas störend: frisch ausgepackt glänzt das KG225 in vollster Pracht, schon nach wenigen Minuten Gebrauch sind auf der Oberfläche hingegen viele Fingerabdrücke zu sehen. Ein Manko, mit dem immer mehr Handys zu kämpfen haben.
Bei T-Mobile kostet das KG225 derzeit 169,95 Euro ohne Vertrag. In Kombination mit einer Prepaidkarte mit 5 Euro Startguthaben ist es für 111 Euro zu haben, mit einem Telly-Vertrag schon für 50 Cent.

(Hayo Lücke)

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