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Handy-Fernsehen an der Küste

Der Mobiles Fernsehen Deutschland Gmbh wurde die Genehmigung erteilt, in Schleswig-Holstein mit Handy-TV-Inhalten auf Sendung zu gehen.

12.07.2006, 15:37 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Auch wenn sich das Fernsehen auf dem Handy in Deutschland bisher noch nicht durchsetzen konnte, bastelt die Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH (MFD) eifrig an der Möglichkeit, Handy-TV bundesweit anbieten zu können. Ein weiteres Puzzleteil wurde nun vom Medienrat der Unabhängigen Landesanstalt für Rundfunk und neue Medien zur Verfügung gestellt. In der jüngsten Sitzung wurde grünes Licht für die Verbreitung von Handy TV in Schleswig-Holstein erteilt.
Mitte 2007 soll's losgehen
Gegenstand der Zulassung sei ein auf drei Jahre ausgelegtes Pilotprojekt für die Verbreitung von mobilen Fernseh- und Hörfunkprogrammen sowie Mediendiensten im DMB-Standard. MFD plane nach Aufbau des Netzes bis Mitte 2007 in den Großstädten Kiel und Lübeck auf Sendung zu gehen. Geplant sei die Übertragung von bis zu vier Fernsehkanälen und zwei Hörfunkprogrammen auf mobilen Empfangsgeräten wie zum Beispiel entsprechend ausgerüsteten Handys.
Zu den Fernsehangeboten sollen das Nachrichtenprogramm N24, ein Comedy- und Unterhaltungsprogramm von PRO7 und SAT1 sowie ein von MTV zugeliefertes Musikangebot gehören. Ferner soll das ZDF-Programm ausgestrahlt werden. Im Hörfunk ist geplant, das um visuelle Elemente ergänzte und bundesweit ausgerichtete Programm von bigFM2see sowie ein von der Kieler REGIOCAST-Gruppe (u.a. RSH, DELTA, RADIO PSR, RSA) konzipiertes Programm mit Beiträgen über sportliche und kulturelle Großereignisse, aber auch mit Nachrichten, Serviceelementen und Popmusik, zu verbreiten.
Vertrieb über debitel
Schon heute ist die für Schleswig-Holstein geplante Programmauswahl in ausgewählten Großstädten über den Mobilfunk-Netzbetreiber debitel nutzbar. Bis 2010 will debitel sein watcha-Angebot bundesweit vermarkten können.

(Hayo Lücke)

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