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Handy als Festnetzersatz in jedem zehnten Haushalt

Je jünger die Menschen oder je geringer das Einkommen, umso häufiger finden sich nur Mobiltelefone in den Haushalten. Das Festnetz wird immer weniger zum Telefonieren genutzt.

14.05.2009, 13:31 Uhr (Quelle: DPA)
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Jeder zehnte Privathaushalt in Deutschland telefoniert nur noch mobil. Vor allem junge Menschen und Geringverdiener verfügen nicht mehr über einen festen Telefonanschluss. Das hat das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden anlässlich des Welt-Telekommunikationstag am 17. Mai mitgeteilt.
Vier Millionen Handy-Haushalte
Danach waren Anfang 2008 rund vier Millionen Haushalte ausschließlich mit Handys ausgestattet, das waren mehr als neun Prozent aller Haushalte. Fünf Jahre zuvor hatte der Anteil erst bei vier Prozent gelegen. Je jünger die Menschen, desto höher der Anteil der Haushalte ohne Festnetztelefon: In jedem dritten Haushalt (35 Prozent) von unter 25-Jährigen gibt es nur Mobiltelefone. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 19 Prozent, bei den 55- bis 64-Jährigen sechs und bei den über 70- Jährigen zwei Prozent.
23 Prozent der Geringverdiener telefonieren mobil
Überdurchschnittlich viele Geringverdiener telefonieren ausschließlich mit Handy: In der untersten Einkommensklasse bis 900 Euro monatlich liegt der Anteil bei 23 Prozent, in den Einkommensklassen ab 2.600 Euro nur bei drei Prozent. Die Zahlen basieren auf den Ergebnissen der aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe.

(Jörg Schamberg)

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