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Hands-on: Samsung Galaxy Tab Pro-Tablets im kurzen Test

Nicht nur arbeiten, sondern auch Spaß haben - beides sollen die neuen Galaxy Tab Pro-Tablets von Samsung bieten. Und in der Tat lässt sich aus dem 12,2-Zoll-Tablet ein kleiner Arbeitsplatz basteln.

28.01.2014, 15:37 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Nicht nur arbeiten, sondern auch Spaß haben - beides sollen die neuen Galaxy Tab Pro-Tablets von Samsung bieten. Nachdem der südkoreanische Elektronikkonzern die drei Geräte Anfang des Monats auf der CES in Las Vegas zeigte, wurden die Tablet-Rechner anlässlich des Samsung European Forum 2014 in Malaga noch einmal gesondert für den europäischen Markt präsentiert. Wir haben uns die Modelle genauer angesehen.

Griffige Kunstleder-Rückseite

Ein scharfes, farbenfrohes WQXGA-Display mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten und ein Quad-Core-Prozessor sind die Elemente, die alle drei Seriengeräte verbinden. Je nachdem, ob es sich um das WiFi- oder Mobilfunkmodell handelt, stammt der Chip dann aus der Qualcomm Snapdragon-Serie oder der hauseigenen Exynos-Reihe. Auch das Design zieht sich vom kleinsten Tablet im 8,4-Zoll-Format bis zur 12,2-Zoll-Version einheitlich durch: Wie bereits von den Galaxy Note-Modellen bekannt, ziert die Rückseite jeweils ein Kunstlederüberzug mit Naht-Effekt - wahlweise in Schwarz oder Weiß. Die schmalen, silberfarbenen Rahmen in Metalloptik hat Samsung ebenso aus der Note-Familie übernommen und damit auch die Vor- und Nachteile: Einerseits liegen die Tablets durch diese rutschfeste Unterseite gut und sicher in der Hand und ziehen weniger Fingerabdrücke an als so manches Kunststoffgehäuse, andererseits bleibt das Design reine Optik.

Dünne Tablets im hübschen Design

Das 7,2 Millimeter dünne und 331 Gramm leichte Galaxy Tab Pro 8.4 ist schmal und leicht genug, um es mit einer Hand zu halten und mit der anderen bequem bedienen zu können. Das Galaxy Tab Pro 10.1 ist mit 7,3 Millimeter nur auf dem Papier minimal dicker, in der Praxis sieht man davon nichts. Das Gewicht von rund 470 Gramm ist für ein Tablet dieser Größenklasse als niedrig einzustufen. Wie das Xperia Tablet Z von Sony lässt es sich daher auch längere Zeit nutzen, ohne zu schwer zu wirken.

Das Galaxy Tab Pro 12.2 zieht erwartungsgemäß stärker an den Armen, 732 Gramm bis 740 Gramm bringt es auf die Waage. Hält man das Android-Gerät einige Minuten fest, ist das höhere Gewicht auch durchaus zu spüren. Es dauerhaft unterwegs als Ersatz für ein 10-Zoll-Modell zu verwenden, konnten wir uns beim Ausprobieren auf der Samsung-Veranstaltung nicht vorstellen.

Zuhause sieht das wieder anders aus: Als typisches Couch-Tablet zum spontanen Nachschlagen ist es nämlich nicht zu schwer, lässt sich aber auch noch anders verwenden: Samsung hält für die Tablets verschiedene Zubehörteile bereit, für das 12er zum Beispiel eine Bluetooth-Maus und eine kabellose Tastatur. Zusammen mit einem Schutz-Cover, das gleichzeitig als Ständer dient, lässt sich so ein kleiner Arbeitsplatz gestalten.

12-Zoll-Pro-Tablet wird durch Zubehör zum Arbeitsplatz

Den zusätzlichen Platz auf dem Display - verglichen mit 10 Zoll - lernt man dabei schnell zu schätzen, schließlich nähert sich diese Kombination dann einem 13-Zoll-Subnotebook an. Die Maus ist zwar wie eine Laptop-Maus recht kompakt geraten, die Tastatur aber wiederum komfortabel und für Vielschreiber aufgrund ihres höheren Tasten-Hubs besser geeignet als die besonders flachen Tastenfelder von üblichen Cover-Tastaturen. Zudem wirkte die Tastatur vor Ort ziemlich stabil und starr, allerdings war das Testmuster auch fest montiert, so dass sich dies schwer abschätzen lässt.

Vier Fenster parallel

Nichtsdestotrotz könnte diese Tablet-Größe in den eigenen vier Wänden ein interessanter Notebook-Ersatz für diejenigen sein, die sich mit Android statt Windows anfreunden können. Was dem produktiven Arbeitsgefühl auf jeden Fall zugute kommt, ist, dass Samsung den Mehrfenstermodus in der TouchWiz-Oberfläche ausgebaut hat. Statt zwei können nun bis zu vier Anwendungen parallel angezeigt werden. Und das nicht nur neben- oder untereinander, sondern beliebig verschiebbar. Aufgerufen werden die Fenster nach und nach über eine Leiste, die durch eine Wischgeste vom Bildschirmrand ausgehend aufgeklappt wird. Die Fenster können dann auch in ihrer Größe mit dem Finger verändert werden. Kehrt man zurück auf den Homescreen, bleiben sie in Form von kleinen, runden Symbolen eingeblendet und können später von dort aus wieder geöffnet werden. Zum Software-Umfang zählt außerdem Cisco WebEx: Hiermit können Videokonferenzen geführt und gleichzeitig der aktuelle Bildschirminhalt mit den Gesprächspartnern geteilt werden.

Die Pro-Tablets werden mit Android 4.4 Kitkat ausgeliefert und sind je in zwei verschiedenen Speichervarianten erhältlich. Das 8,4-Zoll- sowie das 10,1-Zoll-Exemplar gibt es mit 16 oder 32 Gigabyte, das Galaxy Pro 12.2 mit 32 oder 64 Gigabyte.

(Saskia Brintrup)

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