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Hands on: Asus Fonepad Note 6 - Gegenentwurf zum Galaxy Note 3

Fonepad 6 gegen Galaxy Note 3: Auch Samsung bietet bald ein Riesen-Smartphone mit Stift. Wir haben das Gerät ausprobiert und einen ersten Eindruck von Leistung, Display, Verarbeitung und der Hauptkamera gewonnen.

06.09.2013, 12:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Asus hat am Mittwoch jede Menge Neuigkeiten zur IFA präsentiert, wie die neuen Asus Tablets und die Asus Touchscreen Notebooks, die vier bereits ausprobiert haben. Besonders viel Beachtung fand das Fonepad Note 6: Nach dem PadFone mit herauslösbarem Smartphone ist es der nächste Schritt des Herstellers mit einem Gerät, das Handy-Funktionen bietet und in die Jackentasche passt. Wir haben uns das 6-Zoll-Exemplar genauer angesehen.

Kunststoff-Gehäuse in schwarz oder weiß

Ob nun Riesen-Smartphone oder Mini-Tablet - das Fonepad Note 6 tritt mit seinen Stifteingabe-Eigenschaften und auch seinem Formfaktor in Konkurrenz zum ebenfalls auf der IFA vorgestellten Samsung Galaxy Note 3. Beide Touch-Geräte bieten ein Full-HD-Display, mit dem Unterschied, dass der Bildschirm des Fonepad diagonal 0,3 Zoll größer ist. Zudem ist das Fonepad 6 dicker und auch schwerer: 10,3 Millimeter Dicke und 210 Gramm stehen hier 8,3 Millimeter und 168 Gramm gegenüber. Dass sich das neue Fonepad schwer anfühlt, kann man jedoch nicht sagen. Es lässt sich gut mit einer Hand festhalten, ist aber wie andere übergroße Smartphones nicht komplett mit dem Daumen zu bedienen, denn dafür ist es schlichtweg zu groß.

Stiftbedienung gefällt auf den ersten Blick

An dieser Stelle macht sich der mitgelieferte Stift positiv bemerkbar, der nahtlos in der Rückseite verschwindet. Die Halterung hält den Pen absolut fest, herausfallen kann er daher nicht. Entsprechend eingestellt ist der Eingabemodus automatisch aktiviert, sobald er aus dem Gehäuse gezogen wird. Ein kleines Stift-Symbol am linken Bildschirmrand lässt sich dann quer über das Display ziehen, was dazu führt, dass die eigentliche Oberfläche für Touch-Interaktionen gesperrt ist, um nach Belieben zu schreiben und zu zeichnen. Aber nicht nur für schnelle Notizen oder Hervorhebungen ist der Stift praktisch, es macht auch Spaß, das gesamte Tablet damit zu bedienen. Das Design an sich ist schlicht und gefällig, Asus hält Schwarz und Weiß zur Auswahl bereit. Geschmackssache ist die Rückseite, die aus Kunststoff besteht und mit Glitzer-Partikeln durchzogen ist - wie sich bei Lichteinfall zeigt. Samsung hat währenddessen mit seiner Kunststofftradition gebrochen und überzieht die Rückseite des Galaxy Note 3 mit Leder.

Scharfes Display und flotte Bedienung

Das IPS-Display, das Asus dem Fonepad verpasst hat, überzeugt mit einer sehr scharfen und blickwinkelstabilen Anzeige. Wie man es dreht oder wendet, der Bildschirminhalt bleibt ablesbar. Zudem ist es hell genug, was sich auf der Asus-Veranstaltung zur IFA auch unter freiem Himmel ausprobieren ließ. Während das Galaxy Note mit einem 2,3 Gigahertz (GHz) starken Quad-Core-Prozessor rechnet, basiert das Fonepad 6 auf einem Dual-Core-Atom Typ Z2580. Die 2,0-GHz-CPU unterstützt aber vier Threads und kann auf 2 Gigabyte Arbeitsspeicher zugreifen, was im Alltag offenbar ausreicht. Verzögerungen beim Navigieren konnten wir während unserer Probierphase jedenfalls nicht feststellen. Auch ein auf dem Testgerät vorinstalliertes Rennspiel mit einer Steuerung per Lagesensor probierten wir aus und es lief flüssig.

Gute Ergebnisse auch bei Sound und Fotofunktion

Kräftig genug scheint auch der Lautsprecher-Sound zu sein. Zwar ist das im Messetrubel nicht ohne Störungen zu testen und zu beurteilen, es wurde aber deutlich, dass doch eine ganz schön hohe Lautstärke möglich ist. Die 8-Megapixel-Kamera wartet mit einer ziemlich flotten Serienbildfunktion auf, der Nutzer kann dann aus den verschiedenen Schüssen den am besten gelungenen auswählen. Unsere Testfotos, die wir während der Veranstatlung mit dem Fonepad anfertigten, ließen kräftige Farben durchscheinen. An der Schärfe ist generell nichts auszusetzen. Als wir aber die 8-Megapixel-Kamera eines Huawei G615 vergleichsweise heranzogen, stellten wir beim Heranzoomen der Aufnahmen fest, dass kleine Details auf dem Fonepad schneller zu verschwimmen begannen.

Das Galaxy Note 3 von Samsung setzt ihm eine 13-Megapixel-Kamera entgegen. Zwar kann nicht von der reinen Megapixel-Zahl 1:1 auf die Qualität geschlossen werden, dennoch dürften die Fotos schärfer ausfallen. Noch keiner der beiden Hersteller hat eine Preisvorstellung zu seinem Mini-Tablet genannt. Das Fonepad könnte aufgrund seiner technischen Daten aber günstiger sein, statt LTE wird zudem "nur" 3G geboten, was ebenfalls auf eine Ersparnis hoffen lässt.

(Saskia Brintrup)

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