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Handover geglückt: LTE-Telefonat im UMTS-Netz von o2 fortgesetzt

Der sogenannte Handover ist im Mobilfunknetz der vierten Generation technisch anspruchsvoll. Das Problem ist nicht der Übergang zwischen zwei Funkzellen, sondern zwischen den verschiedenen Funktechniken.

08.01.2014, 14:25 Uhr
o2© Telefónica

Long Term Evolution (LTE) wird bereits für schnelle Datenübertragungen genutzt, dennoch telefonieren Smartphones trotz LTE-Fähigkeit immer noch über UMTS oder gar GSM. O2 hat nun gezeigt, dass Gespräche nicht abreißen müssen, wenn ein Nutzer das LTE-Netz verlässt. Das Telefonat kann dann ohne Unterbrechung im UMTS-Netz fortgeführt werden. Bislang war dies Telefónica o2 nur im Labor gelungen, jetzt aber auch draußen im realen Mobilfunknetz. Ursprünglich sollte es schon im Dezember 2013 soweit sein.

Bisher nur im Labor gezeigt

Der sogenannte Handover ist im Mobilfunknetz der vierten Generation technisch anspruchsvoll. Das Problem ist nicht der Übergang zwischen zwei Funkzellen, sondern zwischen den verschiedenen Funktechniken. Und dort warten weitere Probleme. "Die größte Herausforderung besteht darin, den Handover im Zusammenspiel mit den Systemen verschiedener Hersteller zu schaffen”, so Projektleiter Arno Schneider.

Im Februar 2013 hatte Telefónica o2 zwar erstmals den nahtlosen Übergang eines LTE-Telefonats ins UMTS-Netz mit Hardware unterschiedlicher Ausrüster gezeigt, aber immer noch unter künstlichen Bedingungen. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis das auch in einem Netz gezeigt werden konnte, in dem tatsächliche Kunden miteinander telefonieren und online sind.

Das mobile Telefonieren ausschließlich im LTE-Netz (Voice over LTE, VoLTE) ist schon seit November im realen Mobilfunknetz von o2 technisch möglich – also ohne Handover ins UMTS-Netz. Bis zur Freischaltung für alle Kunden wird es aber noch einige Zeit dauern. Einen offiziellen Termin für den VoLTE-Start gibt es nicht. Dann müssen auch noch die Geräte über die entsprechende Fähigkeit verfügen.

(Peter Giesecke)

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