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"Handelsblatt": Deutschlandradio soll Millionen verschwendet haben

Laut "Handelsblatt" spricht ein leitender Mitarbeiter in einem offenen Brief von "groben Managementfehlern", dabei greift er auch Intendant Willi Steul direkt an.

03.04.2014, 14:31 Uhr
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Der öffentlich-rechtliche Radiosender Deutschlandradio soll Millionen Gebührengelder verschwendet haben. Dies berichtet das "Handelsblatt" online und in seiner Donnerstagausgabe.

Unnötige Ausgaben und Mehrkosten

Laut dem Wirtschaftsblatt spricht ein leitender Mitarbeiter in einem offenen Brief von "groben Managementfehlern" und greift auch Intendant Willi Steul direkt an. Im Zentrum steht dabei allerdings nicht das Radioprogramm, vielmehr gehe es um fehlgeplante Bauprojekte, in denen bereits mehrere Millionen Euro versickert sein sollen.

So sei etwa die 1,4 Millionen Euro teure Sanierung eines Nachrichtenstudios nicht notwendig gewesen, da bereits der Umbau eines anderen Gebäudes zum neuen Sendezentrum des Deutschlandradios angestanden habe. Durch Verzögerungen seien zudem bereits 1,5 Millionen Euro Mehrkosten entstanden.

Bis zu 5 Millionen Euro mehr

Im Intranet des Deutschlandradios soll Steul bereits eingestanden haben, dass es interne Probleme gegeben habe. Laut "Handelsblatt" sollte unter anderem der verantwortliche Leiter der Bau- und Betriebsverwaltung versetzt werden, hatte aber erfolgreich dagegen geklagt.

Offiziell soll das neue Sendezentrum nicht mehr als 15 Millionen Euro kosten, in einem internen Papier von September 2012, das dem "Handelsblatt" vorliegt, wird aber schon eine Summe von knapp 20 Millionen Euro genannt. Bis 2016 soll der Komplex fertiggestellt werden.

(Peter Giesecke)

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