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Hamburger Bacoc-Gruppe will BenQ kaufen

Bacoc will die BenQ-Zentrale in München schließen und nur das Werk im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort weiter führen.

10.01.2007, 20:47 Uhr
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Die Hamburger Bacoc-Gruppe will den insolventen Handyhersteller BenQ Mobile kaufen. Bis zum 19. Januar wolle das Unternehmen ein Angebot abgeben, sagte eine Bacoc-Sprecherin und bestätigte damit einem Bereicht des Handelsblatt. Zurzeit würden Details der Offerte ausgearbeitet. Bacoc wolle die BenQ-Zentrale in München schließen und nur das Werk im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort weiter führen. Von früher 3000 Arbeitsplätzen sollen der Sprecherin zufolge 1000 erhalten bleiben.
Mit der Übernahme solle das eigene Produktspektrum von Notebooks und Taschencomputern mit Handys abgerundet werden und dafür die Entwicklungen von BenQ genutzt werden. Dieses Jahr peilt Bacoc demnach an, mindestens 4,5 Millionen Handys abzusetzen. Offen sei, unter welcher Marke. Kommendes Jahr wolle Bacoc bereits sechs Millionen Mobiltelefone verkaufen, hieß es weiter. Die Bacoc-Gruppe, die unter anderem individuelle Notebook-Lösungen anbietet, beschäftigt 100 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 95 Millionen Euro.
Eine Sprecherin von Insolvenzverwalter Martin Prager bestätigte dem "Handelsblatt" Gespräche mit Bacoc. Ein abgesicherter Finanzierungsplan liege aber noch nicht vor. Neben Bacoc gebe es eine Reihe anderer Interessenten. Wie andere Interessenten auch bemüht sich Bacoc um eine Landesbürgschaft in Nordrhein-Westfalen, berichtet die Zeitung weiter unter Berufung auf das dortige Wirtschaftsministerium. Insgesamt hätten 15 potenzielle Investoren angefragt.

(Hayo Lücke)

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