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Haftbefehl gegen SchülerVZ-Hacker

Update: Nach Angaben der VZ Netzwerke wollte der verdächtige Datenklauer die Portalbetreiber in deren Räumlichkeiten in Berlin erpressen: 20.000 Euro oder die Daten wandern nach Osteuropa.

20.10.2009, 08:20 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Nach dem Datenklau bei SchülerVZ ist gegen einen 20 Jahre alten Mann Haftbefehl wegen versuchter Erpressung erlassen worden. Das sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag in Berlin. Der Mann aus Erlangen war am Montag in den Räumen der VZ-Netzwerke in Berlin festgenommen worden.
Versuchte Erpressung
Im offiziellen VZ-Blog heißt es, das soziale Netzwerk habe zu dem Verursacher frühzeitig Kontakt aufgenommen, um schnellstmöglich die geklauten Daten zu sichern und zu löschen. Die Übergabe der Daten sollte am Sonntag Abend in den Berliner Büros der VZnet Netzwerke Ltd. erfolgen. Da es dabei allerdings zu einem Erpressungsversuch seitens des Beschuldigten gekommen sei, wurde die Polizei gerufen.
Wie es heißt, wollte der 20-Jährige weit über 20.000 Euro erpressen. Sollten die VZ-Netzwerke nicht zahlen, habe er angedroht, die Daten nach Osteuropa zu schaffen, erklärte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Der Verdächtige sei der Polizei bereits aus anderen Zusammenhängen bekannt.
Beim Online-Netzwerk SchülerVZ waren im großen Umfang Nutzerdaten kopiert und illegal weitergegeben worden. Dem Internetblog "netzpolitik.org" wurden nach eigenen Angaben mehr als eine Million Datensätze von SchülzerVZ-Usern angeboten. Die VZ-Netzwerke betreiben neben SchülerVZ auch StudiVZ und MeinVZ mit nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Mitgliedern.

(Hayo Lücke)

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