Security

Hackerangriffe auf Südkorea und USA

Der südkoreanische Geheimdienst verdächtigt Nordkorea oder pro-nordkoreanische Kräfte, durch Hackerangriffe Webauftritte von Behörden in Südkorea und den USA lahmgelegt zu haben.

08.07.2009, 14:08 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der südkoreanische Geheimdienst verdächtigt Nordkorea oder pro-nordkoreanische Kräfte, durch Hackerangriffe Webauftritte von Behörden in Südkorea und den USA lahmgelegt zu haben. Abgeordnete in Seoul seien am Mittwoch vom Geheimdienst darüber informiert worden, dass das kommunistische Nachbarland hinter den Angriffen stecken könnte, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.
Verschiedene Ziele angegriffen
Die südkoreanische Kommunikationskommission teilte mit, dass seit Dienstag unter anderem die Internetangebote des Präsidialamts, des Verteidigungsministeriums und der Nationalversammlung (Parlament) Ziel der Angriffe gewesen seien. Immer wieder sei der Zugang zu den Seiten verweigert worden. Ähnliche Probleme wurden nach südkoreanischen Angaben auch in den USA gemeldet.
"Die Angriffe scheinen auf der Ebene einer Gruppe oder eines Staates sorgfältig geplant und ausgeführt worden zu sein", hieß es in einer Erklärung des staatlichen Geheimdienstes (NIS). Der Name eines Staates oder einer Gruppe wurde dabei zunächst nicht genannt.
Viele manipulierte Rechner
Rund 12.000 Computer in Südkorea und 8.000 Computer im Ausland seien als Vehikel genutzt worden, um die Angriffe zu starten. Dabei sollen sie mit einem Virusprogramm infiziert worden seien, das sie zum Aufruf bestimmter Webauftritte in Südkorea und den USA auffordert. Während der Attacken gelangten jedoch den Angaben des NIS zufolge keine geheimen Informationen der Regierung nach draußen.
Im Mai hatten südkoreanische Medien unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet, das Militär in Nordkorea beschäftigte etwa 100 Hacker, die es besonders auf die Computernetze der Streitkräfte Südkoreas und der USA abgesehen hätten.

(Hayo Lücke)

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