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Hacker stellen Sony-Team bloß - vertrauliche Daten im Netz entdeckt

Einen fetten Fang machten die Hacker bei Sony Pictures: Sie erbeuteten nicht nur unveröffentlichte Filme, sondern auch jede Menge vertraulicher Firmeninformationen. Noch ist offen, wie es so weit kommen konnte - und ob Nordkorea hinter dem Angriff steckt.

03.12.2014, 18:46 Uhr (Quelle: DPA)
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Für die Hacker des Hollywood-Studios Sony Pictures scheinen im Firmen-Netzwerk alle Türen offen gestanden zu haben. Nach gestohlenen Filmen wie "Herz aus Stahl" mit Brad Pitt landeten sogar angebliche Gehaltslisten im Internet. In den Papieren waren neben Millionenbezügen des Top-Managements auch private Daten wie Geburtstage und Sozialversicherungsnummern aufgeführt, wie US-Medien am Mittwoch berichteten.

Zurück zu Stift und Papier

So bekam ein Reporter des Online-Dienstes "Fusion" eine Liste mit Informationen zu 3.800 Mitarbeitern zu sehen. Der IT-Experte Brian Krebs fand ein Papier mit 6.800 Namen aktueller und früherer Beschäftigter. Sony Pictures hat insgesamt rund 6.600 Mitarbeiter.

Die Firmenchefs Michael Lynton und Amy Pascal versprachen den Mitarbeitern Unterstützung beim Schutz ihrer Privatsphäre, wie das Branchenblatt "Hollywood Reporter" unter Berufung auf eine interne E-Mail berichtete. Es sei nun offensichtlich, dass die Hacker bei dem Angriff vor gut einer Woche eine Menge vertraulicher Informationen gestohlen hätten.

Die Computersysteme von Sony waren nach der Attacke tagelang lahmgelegt, die Mitarbeiter mussten laut Medienberichten zum Teil auf Stift und Papier ausweichen.

Malware enthielt koreanischen Text

Wer hinter dem Angriff steht, ist weiterhin ungeklärt. Seit Tagen gibt es Spekulationen, dass regierungsnahe Kreise in Nordkorea in die Attacke verwickelt sein könnten. Das Land hatte den Sony-Film "The Interview" scharf kritisiert, in dem TV-Journalisten ein Interview mit Machthaber Kim Jong Un bekommen und beauftragt werden, ihn zu töten.

Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Mittwoch, in dem Schadprogramm der Angreifer sei ein Text auf Koreanisch gefunden worden. Außerdem gebe es Ähnlichkeiten zu einer Attacke auf südkoreanische Banken und Medien im Mai 2013, hieß es unter Berufung auf Ermittlungskreise.

(Dorothee Monreal)

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