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Hacker-Angriff auf Großbritannien

Fast 300 Regierungsabteilungen und Unternehmen sind schon seit Monaten Ziel der Attacken.

16.06.2005, 09:25 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Großbritannien sieht sich mit einer groß angelegten Angriffswelle durch Computerkriminelle konfrontiert. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, sind von dem ausgeklügelten Großangriff fast 300 Regierungsabteilungen und Unternehmen betroffen.
Bisher unbekannte Dimensionen
Das britische Zentrum zur Koordination der Sicherheit der nationalen Infrastruktur (NISCC) habe eine entsprechende Warnung herausgegeben. "Eine so groß angelegte Serie von Angriffen haben wir noch nie erlebt", so NISCC-Direktor Roger Cumming. "Hier sind nicht nur ein paar Hacker am Werk, die in ihrem Kämmerchen sitzen und Bankkontoinformationen von Provatpersonen stehlen wollen. Das hier zielt auf Organisationen ab, um an deren Informationen zu gelangen. Und es ist äußerst gut organisiert und strukturiert."
Weiter heißt es, die Hacker hätten sich auf Personen konzentriert, die mit sensiblen Geschäfts- und Wirtschaftsdaten zu tun haben. Sie hätten versucht, an Benutzernamen und Passwörter zu gelangen und Dokumente und Daten von den Infizierten Rechnern zu laden. Die Angriffe kommen ersten Erkenntnissen zufolge aus Asien. Es seien bereits Maßnahmen ergriffen worden, um die Quellen der Angriffe auszuhebeln. Cumming zufolge werden die Angriffe über E-Mails durchgeführt, in denen ein trojanisches Pferd versteckt ist.
Bisher kein Schaden bekannt
Nach Ansicht des NISCC wurden bisher keine wichtigen Informationen gestohlen. Es besteht jedoch die Sorge, dass sich die Angriffe auf andere Unternehmen ausweiten könnten. Vor allem Banken, Versicherer und andere Finanzinstitute, die mit sensiblen Handelsdaten arbeiten, könnten betroffen sein.

(Hayo Lücke)

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