Security

Hacker-Angriff auf Facebook: Keine Anzeichen für Datenklau

Eine Welle von Hacker-Angriffen rollt durch das Netz. Auch Facebook wurde im vergangenen Monat zum Ziel von Attacken. Daten seien aber nicht gestohlen worden, so das Unternehmen am Freitag.

16.02.2013, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Nach Angaben von Facebook haben Hacker das Soziale Netzwerk angegriffen. Der Vorfall habe sich vergangenen Monat ereignet, erklärte das US-Unternehmen am späten Freitag. "Wir haben keine Anzeichen dafür, dass die Daten von Facebook-Nutzern bei dieser Attacke in Mitleidenschaft gezogen wurden", hieß es.

Einfallstor Java

Der Schilderung zufolge hatten sich einige Facebook-Mitarbeiter auf einer manipulierten Entwickler-Website Schadsoftware eingefangen, obwohl ihre Notebooks auf dem neuesten Stand und mit Antiviren-Programmen ausgestattet gewesen seien. Facebook sprach von einer "ausgeklügelten Attacke". Einfallstor war dabei eine inzwischen geschlossene "Zero-Day"-Lücke in Java. Nach der Entdeckung der Schadsoftware seien die Behörden eingeschaltet worden. Die Ermittlungen liefen noch, hieß es. Da auch andere Unternehmen auf diese Weise angegriffen worden seien, teile Facebook seine Erkenntnisse mit anderen Betroffenen. Um wen es dabei geht, teilte Facebook nicht mit. Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg ermittelt in dem Fall auch die Bundespolizei FBI.

Facebook ist mit mehr als einer Milliarde Mitglieder das weltgrößte Soziale Netzwerk. Deshalb steht das Online-Netzwerk immer wieder im Visier von Angreifern und unternimmt massive Sicherheitsanstrengungen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Hackerangriffe auf namhafte IT-Firmen gegeben, darunter auch auf den Kurznachrichtendienst Twitter. In einigen Fällen waren auch Kundendaten gestohlen worden.

Die Angriffe aus dem Netz gegen Unternehmen und Verbraucher haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Dabei geht es unter anderem um Industriespionage oder das Abgreifen von Nutzerdaten, die sich zu Geld machen lassen. Der größte Angriff der vergangenen Jahre ereignete sich im Frühjahr 2011 bei Sony, wo Unbekannte Datensätze von bis zu 100 Millionen Nutzern erbeuten konnten. Danach wurde allerdings kein großangelegter Missbrauch dieser zum Teil verschlüsselten Informationen bekannt.

(Christian Wolf)

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