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GVU-Statistik 2009: 826 neue Verfahren eingeleitet

Im Kampf gegen Raubkopierer und Filesharer in Tauschbörsen und Internet-Netzwerken ist die GVU auch 2009 sehr aktiv gewesen - in verschiedensten Bereichen.

28.10.2010, 14:20 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Der Kampf gegen Raubkopierer und Filesharer geht weiter: die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen hab am Donnerstag ihren Bericht für das Jahr 2009 vorgelegt und dokumentiert, dass sie nicht müde wird, gegen das illegale Treiben in Tauschbörsen und BitTorrent-Netzwerken vorzugehen.

Viele neue Ermittlungen

Nach eigenen Angaben hat die GVU im vergangenen Jahr 686 neue Ermittlungen aufgenommen, 826 neue Verfahren eingeleitet und 401 Fälle erfolgreich abgeschlossen. Konkret wurde in 232 Ermittlungen gegen digitale Hehler und die Release-Gruppen-Szene vorgegangen. Mehr als verdoppelt wurde die Anzahl neu aufgenommener gemeinschaftlicher Ermittlungen durch GVU und Strafverfolgungsbehörden. Dabei handele es sich beispielsweise um Folgeverfahren gegen Teammitglieder und damit Mitarbeiter von geschossenen Trackern, die bereits Verfahrensgegenstand sind, so die GVU.

Zwei Drittel aller eingeleiteten Verfahren haben nach Angaben der GVU einen Internetbezug. Rund 20 Prozent der Verfahren richteten sich gegen digitale Hehler. In sechs Prozent aller Fälle wurde ein Strafverfahren gegen Personen eingeleitet, die einen Film im Kino abfilmen wollten. Rund 25 der durch die GVU eingeleiteten Verfahren endeten mit einer Verurteilung oder einem Strafbefehl. Ausgehebelt wurden unter anderem neun Payserverringe, die insgesamt ein illegales Angebot an Filmen, TV-Serien und Games im Wert von 2,5 Millionen Euro offerierten.


Die GVU will auch in Zukunft ihrer Strategie treu bleiben, vornehmlich gegen Täter an der Spitze der illegalen Verbreitungspyramide sowie an den Schnittstellen zur illegalen Massenverbreitung zu ermitteln. "Der Umstand, dass sich die GVU auf Anbieter besonders umfangreicher und aktueller illegaler Angebote konzentriert, stößt bei den Behörden auf positive Resonanz", meint GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy.

(Hayo Lücke)

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