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GVU: Erneut Festnahmen im Umfeld von kino.to

Nach Angaben der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V., GVU, hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden erneut Personen im Umfeld des illegalen Streaming-Portals kino.to festgenommen.

20.02.2012, 18:16 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Obwohl der Vorhang für Kino.to längst gefallen ist, nimmt der Abspann kein Ende: Erneut hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden nach Hinweisen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) Personen aus dem Umfeld der im Juni 2011 geschlossenen Streaming-Plattform festgenommen, teilte die Organisation am Montag in Berlin mit.

Verhaftung bereits am 16. Februar

Bereits am 16. Februar verhaftet wurden demnach der mutmaßliche Betreiber des Filehosters Skyload.net sowie der Inhaber eines Internet-und Hosting-Providers aus Frankfurt. Beide Beschuldigte sollen eng in die illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte über kino.to eingebunden gewesen sein. Im Zuge der Durchsuchung konnten zudem mehrere Server sichergestellt werden.

Nach GVU-Angaben habe Skyload.net seit Februar 2010 als assoziierte Streaming- und Download-Plattform fungiert, über die auch nach Schließung von kino.to im Juni 2011 weiter massenhaft Filme und Serien zum Abruf für einschlägige Seiten bereitgestellt worden seien. Das nicht näher bezeichnete Frankfurter Unternehmen soll dabei sowohl für die Betreuung der Skyload-Website als auch den Betrieb mehrerer Daten-Server verantwortlich gewesen und als Anbieter schon häufiger in ähnlichen Zusammenhängen aufgefallen sein.

Betreiber soll selbst mindestens 11.000 Filme hochgeladen haben

Der Skyload-Verantwortliche habe darüber hinaus allein von Mitte Januar bis Mitte März 2011 selbst rund 10.900 Filme illegal als Uploader in Umlauf gebracht, erklärte die Urheberrechtsorganisation. Auch seien andere Nutzer von ihm mittels Provisionen gelockt worden, besonders begehrte Dateien einzustellen.

Die dafür verwendeten finanziellen Mittel soll der Mann über kostenpflichtige "Premium-Accounts", die Schaltung von Werbebannern und diverse Abofallen in Form von Gewinnspielen beziehungsweise angeblichen Freeware-Downloads generiert haben. Wann Anklage gegen die Beschuldigten erhoben wird, ist nicht bekannt.

(Christian Wolf)

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