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Gutachten: Rundfunkbeitrag wird vielleicht abgeschafft - Verkleinerung von ARD und ZDF?

Berater von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble empfehlen in einem Gutachten eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und insbesondere der Finanzierung: Ist ein Ende der Zwangsgebühren in Sicht?

24.12.2014, 11:23 Uhr
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Ein Weihnachtswunder? Nach Informationen der Online-Ausgabe der "Bild"-Zeitung, könnte laut einem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats des Finanzministeriums der Zwang zur Zahlung des Rundfunkbeitrages aufgehoben werden. Der Rat ist im Auftrag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble tätig.

"Gute Gründe für eine Reform des Rundfunksystems"

So heißt es in dem Gutachten, es gebe "gute Gründe für eine Reform des Rundfunksystems". Der Vorschlag, des aus 32 Professoren bestehenden Beirats, lautet, dass die öffentlich-rechtlichen Sender Programme ausstrahlen sollen, die die privaten Sender "nicht von sich aus anbieten würden".

Derzeit liege Deutschland mit Kosten von 94 Euro pro Person für öffentlich-rechtliche TV-, Radio- und Internet-Angebot "in der absoluten Spitzengruppe". Der Beirat bewertet diesen Umstand in dem Papier als "weit überdurchschnittliche Versorgung". Das Modell der Professoren schlägt vor, auf den Rundfunkbeitrag und auf das Schalten von Werbung zu verzichten.

Stattdessen soll der öffentliche Rundfunk verschlankt und durch Steuern oder eine andere "moderne Nutzungsgebühr" finanziert werden.

(Marcel Petritz)

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