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Großrazzia gegen Filmpiraten

Hunderte Polizisten durchsuchten zahlreiche Privatwohnungen und Geschäftsräume. Den Behörden ist damit erneut ein schwerer Schlag gegen die Szene gelungen.

24.01.2006, 11:57 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Im Rahmen einer internationalen Polizeiaktion durchsuchten hunderte Beamte am Dienstagmorgen zahlreiche Privatwohnungen und Geschäftsräume in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Polen und Tschechien. Dabei geriet offenbar auch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) ins Visier der Fahnder.
Durchsuchung bei der GVU
Nach Informationen von onlinekosten.de durchsuchten die Ermittler im Rahmen der Razzia auch die Geschäftsräume der GVU in Hamburg. Welche Gründe zur Durchsuchung bei der GVU geführt haben, war von Ermittlerseite bisher nicht zu erfahren. onlinekosten.de hat die GVU um eine Stellungnahme zu den Vorgängen und der Redaktion vorliegenden Informationen gebeten.
Darüber hinaus durchsuchten Beamte des LKA Baden-Württemberg mit Unterstützung der örtlichen Behörden bundesweit über 50 Wohnungen und Geschäftsräume und beschlagnahmten zahlreiche Server. In Deutschland bekamen etwa 35 mutmaßliche Szenemitglieder Besuch von der Polizei. Die Verdächtigen im Alter von 16 bis 25 Jahren sollen als Mitglieder oder Betreiber der Release Groups Spielfilme, Musik, Spiele und Software illegal kopiert und verbreitet haben.
Internationale Ermittlungen
Den heutigen Zugriffen gingen monatelange Vorermittlungen dreier Staatsanwaltschaften aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen voraus. Bei den Ermittlungen waren auch 131 Tatverdächtige in mehreren EU-Staaten, Israel, den USA und Kanada ins Visier der LKA-Spezialisten geraten. Die dortigen Strafverfolgungsbehörden wurden über das Bundeskriminalamt und Interpol unterrichtet und ermitteln ebenfalls.

(Volker Briegleb)

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