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Großes Interesse an 3D-Fernsehern

Die Absatzzahlen steigen um ein mehrfaches schneller als zum Beispiel bei der Einführung des hochauflösenden Fernsehbilds (HD), heißt es seitens der gvu.

07.11.2010, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Für die neuen 3D-Fernseher setzt die Branche der Unterhaltungselektronik voll auf das Weihnachtsgeschäft. Im letzten Quartal 2010 will die Industrie rund zwei Drittel der für dieses Jahr in Deutschland erwarteten Verkäufe der 3D-fähigen Geräte schaffen. Insgesamt würden bis Jahresende 150.000 3D-Fernseher verkauft werden, sagte Hans-Joachim Kamp, Vizepräsident des ZVEI und Aufsichtsratsmitglied der gfu. Bis Ende September errechnete die Gesellschaft für Konsumforschung GfK allerdings erst 53.000 verkaufte 3D-Geräte.

3D als nächster großer Trend?

Dass das dreidimensionale Bild am heimischen Fernseher der nächste große Trend auch unter den Verbrauchern sein wird, davon ist die Branche überzeugt. "Das Interesse an 3D ist hoch", sagte Kamp. Die Absatzzahlen stiegen um ein mehrfaches schneller als zum Beispiel bei der Einführung des hochauflösenden Fernsehbilds (HD). Bereits für das kommende Jahr 2011 erwartet Kamp, dass in Deutschland 750.000 3D- Fernseher verkauft werden.

Anders als etwa bei dem Medienformat Blu-ray gebe es diesmal zum Beispiel auch keinen Formatkrieg, betonte Michael Zink, Vizepräsident und Technologie-Stratege bei Technicolor. Und für Blu-ray könne die 3D-Technologie wiederum die "Killer-App" sein. Auf keinem anderen derzeit verfügbaren Medium haben die großen Datensätze für 3D genügend Platz.

Auch die bislang noch recht überschaubare Zahl verfügbarer 3D-Titel soll bald steigen. Zur Zeit sei es noch hinderlich, dass nur 6 von 25 Titeln überhaupt im freien Verkauf erhältlich seien, sagte Zink. Den großen Rest vertreiben die Elektronik-Hersteller als Kaufanreiz im Bundle mit ihren Geräten. Erst diese Woche hatte Panasonic bekanntgegeben, dass der Blockbuster "Avatar" in 3D zunächst exklusiv zusammen mit 3D-Geräten des Unternehmens erhältlich sein wird.

3D ist eine neue Form des Filmemachens

Noch steht der Branche allerdings viel Arbeit bevor. Bei den 3D- Filmen gebe es immense Qualitätsunterschiede, sagte Oliver Berben, Geschäftsführer der Constantin Film. Und dramaturgisch sei die dritte Dimension eine ganz neue Form des Filmemachens. In der Produktion habe die Branche noch "furchtbar viel zu lernen", sagte Dave Bush, Marketingdirektor für professionelle Lösungen von Sony in Europa. So könne man etwa bei großen Sportereignissen mit einer 3D- Kamera nicht wie gewohnt schnelle Schlenker machen und müsse einen größeren Abstand zum Spielfeld einhalten. Standards seien für den Erfolg von 3D auch in der Produktion dringend erforderlich. "Dafür muss ein gutes 3D-Bild gewährleistet werden."

(Hayo Lücke)

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