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Großbritannien: DNA-Datenbank löst 17.000 Fälle

DNA-Forscher Alex hat zum 25. Jahrestag des genetischen Fingerabdrucks die Löschung der Daten von Unschuldigen aus den Polizei-Datenbanken gefordert.

11.09.2009, 16:31 Uhr (Quelle: DPA)
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Zum 25. Jahrestag des genetischen Fingerabdrucks hat dessen Entwickler die Löschung der Daten Unschuldiger aus Polizei-Datenbanken gefordert. "Unschuldige gehören nicht in diese Datenbanken - sie als künftige Kriminelle zu brandmarken, ist keine angemessene Antwort im Kampf gegen Kriminalität", sagte Alec Jeffreys von der Universität Leicester am Donnerstag der BBC.
Speicherung genetischer Fingerabdrücke
Nach britischem Recht werden derzeit alle Fingerabdrücke auf Lebenszeit gespeichert, wenn Verdächtige festgenommen werden - auch wenn sich später ihre Unschuld erweist. Laut Scotland Yard wurden dank dieser Daten im vergangenen Jahr 17.000 Fälle gelöst. Jeffreys hatte 1984 entdeckt, dass variable Muster in der Genstruktur genutzt werden können, um einen Menschen von anderen zu unterscheiden. Diese Technik führte zur Entwicklung des DNA-Fingerabdrucks. Für ihn sei es ein "Heureka-Moment" gewesen, sagte der 59-Jährige zum Jahrestag. Die Technik wird etwa für Vaterschaftstests genutzt oder auch, um von DNA-Spuren am Ort eines Verbrechens auf den Täter zu schließen.
Jeffreys sprach sich zudem für Freiheit statt staatlicher Reglementierung in der Wissenschaft aus. "Uneingeschränkte, elementare, von Neugier getriebene" Forschung habe zu einer Entdeckung wie seiner geführt. Er wünsche sich zudem, in den nächsten 25 Jahren die Entdeckung außerirdischen Lebens mitzuerleben.

(Jörg Schamberg)

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