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Größenangaben falsch - HD-Hersteller werden verklagt

22.09.2003, 13:54 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Dank eines kleinen Tricks fehlen heutigen Festplatten oftmals einige Gigabyte Speicherplatz - in den USA führt dies nun zu einer Klage.
Das Byte-Problem
Es ist ein alter Trick, der schon seit Jahren funktioniert. Die Hersteller rechnen 1000 Byte zu einem Kilobyte um, streichen also lediglich die Nullen, um einen möglichst großen Speicherplatz auf der Verpackung der Festplatte angeben zu können.
Im binären System des Computers ist allerdings ein Kilobyte 1024 Byte, daher funktioniert die von den Herstellern gewählte Umrechnung nicht. Wer eine neue Festplatte einbaut und formatiert, der erhält von Windows in der Regel eine von den Angaben des Herstellers deutlich abweichende Speicherplatzanzeige.
Klage eingereicht
Mehrere Hersteller von Festplatten und Komplett-PCs, darunter Dell, Gateway, HP, IBM, Sony und Toshiba, wurden von vier Kunden in Kalifornien verklagt. Sie stören sich an dem Werbetrick der Hersteller und verlangen die Einstellung der Marketing-Praktik.
Laut der Klageschrift, die eingereicht wurde, zielen die vier Kläger auf das Byte-Problem ab. So wird als Beispiel aufgeführt, dass bei einer 150 GByte-Festplatte tatsächlich nur 140 GByte zur Verfügung stehen - ein deutlicher Verlust, den die Kläger nicht länger hinnehmen wollen.

(Alexander Moritz)

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